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ÖH Uni Wien fordert: Erhöhte Budgetmittel müssen für kritische Lehre eingesetzt werden

Kritische Lehre

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien (ÖH Uni Wien) nimmt den gestern im Nationalrat beschlossenen Finanzierungsplan für die Universitäten erwartungsvoll zur Kenntnis. In den Leistungsvereinbarungen sollen künftig 1,35 Milliarden Euro mehr für die Finanzierung der Unis bereitgestellt werden. "Es hat sich gezeigt, dass die Rektor_innen nicht nach der Pfeife der ÖVP tanzen müssen, sondern sie Budgetmittel auch ohne sozial selektive Zugangsbeschränkungen bekommen. Doch erhöhte Budgetmittel bedeuten nicht automatisch bessere Studienbedingungen für Studierende. Darum fordern wir, dass die Geldmittel für kritische Lehre, Grundlagenforschung, bessere Betreungsverhältnisse und konsumfreie Lernplätze an der Uni eingesetzt werden!", so Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Massiven Handlungsbedarf sieht das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien auch beim Ausbau der Laborplätzen in der Chemie.

"Natürlich ist die Erhöhung ein wichtiger Schritt, doch von der Ausfinanzierung der Hochschulen sind wir noch weit entfernt. Die SPÖ darf nicht zaghaft sein, wenn es um die Finanzierung der Hochschulen geht, und muss den sozial selektiven Zugangsbeschränkungen entschieden entgegen treten", so Alina Bachmayr-Heyda (VSStÖ) vom Vorsitz der ÖH Uni Wien.

"In Zeiten wie diesen muss die Universtität Wien vermehrt einen starken Fokus auf kritisch Lehre setzen. Hetze, Ressentiments & Chauvinismus machen vor den Türen unserer Hochschulen keinen Halt, wie man an den Vorfällen am Juridcium gesehen hat. Jetzt ist die Zeit, in der das Rektorat an der Universtität Wien einen Lehrstuhl für Antisemitismusforschung einsetzen und die feministische Lehre stärken muss", so Elisabeth Weissensteiner (KSV-LiLi) abschließend.