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PROGRAMM

Hier entsteht das PROGRAMM der Homo_Bi_Trans* Aktionwoche 2008, die heuer zwischen 23. und 28. Juni stattfinden wird!

Montag, 23. Juni

Schwer empfohlen:

Ladyzzz' Mile: Reclaim the Urban Space


Im Juni wird vieles in Wien der EURO untergeordnet. Wir lassen daher am
23. und 24. Juni ein alternatives Camp im Fluc steigen!

Ladyzzz´ Mile ist ein Camp mit Musikprogramm zwischen Independent Rock und Freestyle-Rap von ladyfest-nahen Bands, mit Workshops (ab 16:00), mit viel öffentlicher Präsenz an einem der zentralen Plätze Wiens, dem Praterstern.
Im Fluc, Praterstern 5 (Konzerte ab 21:00: Fluc-Wanne).

Lineup Montag

* Petra und der Wolf
* pop:sch (con Gas)
* Spoenk
* Dandies & Darlings
* Ilsebill
* Freie Radikale



Infos zum Programm der Homo_Bi_Trans* Aktionswoche

ab 17 Uhr
1. Stock der Rosa Lila Villa
6., Linke Wienzeile 102



Dienstag, 24. Juni

Schwer empfohlen:

Ladyzzz' Mile: Reclaim the Urban Space - Tag 2

Lineup Dienstag (wieder ab 21h in der Fluc Wanne)

* z.B.: permanent refraktär
* Norah Noizzze & Band
* Clara Luzia
* First Fatal Kiss
* Bettina Köster



Bound for Pleasure
Bondage-Workshop für Lesben, Frauen und Trans*

GEÄNDERTE BEGINNZEIT! - 19 Uhr
im Marea Alta, Gumpendorferstr. 28, 1060 Wien

Für alle die schon einmal lustvoll fesseln oder gefesselt werden wollten bieten wir eine kurze Einführung in das Thema „Bondage4Sex“ mit ausführlichem Praxisteil und Gelegenheit zum selbst Ausprobieren verschiedener einfacher (aber effektiver) Bondagetechniken mit Seilen.
Themen sind u.a.: Materialkunde & Einkaufstipps; Grundlagen (Sicherheit, Kommunikation, Szenenaufbau); Techniken & praktische Beispiele.

Wenn ihr bereits Seile oder andere Fesselutensilien habt könnt ihr diese gerne mitbringen. Yoga- oder Gymnastikmatte oder Decke und bequeme Kleidung (v.a. Hosen) wäre von Vorteil, ist aber kein Muss.

Workshopleiterinnen: Flora & Madlen



Mittwoch, 25. Juni

Queer your day!

ab 15 Uhr
1. Stock der Rosa Lila Villa

Alles von bestialischem Basteln zu Workshops zur Vorbereitung für den CSD-Aktionstag am 28. Juni und eventuell für Interventionen bei der Regenbogenparade.



QUEER-FEMINISTISCHE-TAGE PLENUM
ab 19:00 Uhr
im 1. Stock der Rosa Lila Villa, 6., Linke Wienzeile 102

Auch während der Aktionswoche stehen die Aktivitäten für die Queer-Feministischen Tage 08 in Wien nicht still. So findet zu Wochenmitte eines der Plena statt, an dem - wie immer - einfach vorbeigeschaut, geschnuppert und gleich mitgemacht werden kann. Und vielleicht entflammt ja die_der eine oder andere Besucher_in der Aktionswoche spontan für die Idee der Queer-feministischen Tage! Das Orga-Team hätte nämlich gern noch Zuwachs, damit der 11. - 14. September so richtig schöne, politische, aktionistische, raumnehmende.. Tage werden.

Viele weitere Infos findest du auf unserer Homepage: www.queerfemtagesind.org



Donnerstag, 26. Juni

RAUMNAHME-AKTION AN DER UNI

Ab 14:00 im Hof 2 des Uni-Campus

Brunch



Diskussionsrunde zu Lookism
Diskussionsrunde zu Heteronormativität im Sozialrecht

18:00 - Filmscreening:

The Cockettes
(Dokumentarfilm, 2002, Englische Originalfassung)

The Cockettes waren ein von 1969 bis 1972 in San Francisco aktives und in der dortigen alternativen Kommunenkultur verankertes Performanceensemble, deren legendäre Auftritte von opulenten Drag-Kostümen, Tonnen von Glitter, schrillem gender-bending und rebellischer Sexualität geprägt waren. Eine psychedelische Zeitreise in eine kaum rezipierte Geschichte des genderfuck.
Drag Queens mit Vollbart - da gehen die Herzen auf!



Freitag, 27. Juni

OPEN SPACE zum Thema Public Sex und Sexparties

ab 17:00 in der Rosa Lila Villa

Was bezeichnet Public Sex? Wie kann eine queere Umdeutung und Aneignung von Räumen aussehen? Bezogen auf die Sexparty bei den queer-feministischen Tagen Wien 08 soll diskutiert werden, ob es das Bedürfnis von Frauen, Lesben, Transgenders nach einer Sexparty gibt, was den Reiz ausmacht dorthin zu gehen und anhand welcher inhaltlichen Überlegungen eine Sexparty organisiert werden soll. Die Möglichkeiten, die darin hinsichtlich verschiedener Formen der Partizipationen und Polyamourösität stecken, entstehen durch kommunikatives Verhalten und Konsensfindung.
Potenzielle Schwierigkeiten und Ängste können in diesem Open Space genauso thematisiert werden wie subversive Politiken im Kontext von Public Sex anhand des Beispiels Sexparty.



Que[e]r in Rosa Farben, Teil III
Vortrag, Diskussion und Workshop - eine weitere Fortsetzung des Queer-Beisl vom 2. April 2008

Garten und 1. Stock in der Rosa Lila Villa
18 Uhr

Wien soll wie schon Amsterdam und Berlin auch ein Mahnmal für homo- und
transsexuelle NS-Opfer erhalten. Der vorliegende Entwurf wird aber nicht
realisiert werden können.

Am 2. April haben sich zahlreiche Aktivist*Innen deshalb mit u.a. folgenden Fragen beschäftigt:

• Wie sichtbar sind die einzelnen Gruppen, die der Entwurf - zumindest im
Titel – benennt?
• Muss sich Erinnerungspolitik in diesem Zusammenhang immer auf eindeutige
Identitäten beziehen?
• Inwiefern ist der Begriff „queer“ in einem historischen Kontext und als
Subjektbezeichnung überhaupt anwendbar?
• Ebenso ergeben sich weitergehende Fragen an einen neuen Entwurf:
Welche Alternativen ließen sich zum Rosa Platz finden?
• Sollte am Begriff „QUE(E)R“ festgehalten werden?
• Und letztlich: wie könnte aus queeren Perspektiven den Verfolgten und
Ermordeten des NS-Regimes gedacht werden?

Eine Idee war, in der politischen Auseinandersetzung, nicht am Standort
Morzinplatz festzuhalten, sondern stattdessen Orte zum mahnen, aufrütteln,
erinnern und auseinandersetzen zu wählen, die historisch mit den verfolgten Gruppen verbunden sind. An diesen Orten sollen temporäre Mahnmale installiert werden. Wie können solche Mahnmale aussehen, um den verschiedenen diskutierten Ansprüchen nun gerecht zu werden?
Welche Orte sind geeignet für so ein Mahnmal?
Im Rahmen des Christopher Street Days am 28. Juni soll das erste dieser temporären Mahnmale im Stadtbild verankert werden. Auch das soll im Rahmen dieser Veranstaltung vorbereitet werden.



Samstag, 28. Juni

Christopher Street Day (CSD)
Aktionstag der Rosa Lila Villa mit Party, Infoständen, Kundgebung,
Workshops und vielem mehr

ab 14:00 Uhr, Rosa Lila Villa

Als in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 die New Yorker Polizei zum wiederholten Mal zu einer Razzia im Stonewall Inn in der Christopher Street
53 ausrückte, ist etwas anders als gewöhnlich gelaufen.
Die anwesenden Lesben, Schwulen und Transpersonen haben sich gewehrt. Eine Straßenschlacht war die Folge, auch die Gründung der Gay Liberation
Front einen Monat später ist auf diese Nacht zurückzuführen. Später wurde vom “day, when gay pride began” gesprochen.

Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein, statt Rechtfertigungen und Opferstatus.

Seit dem darauf folgenden Jahr finden am letzten Samstag im Juni zunächst in New York, mittlerweile weltweit Paraden zur Erinnerung an die Stonewall Riots statt. Diese Paraden haben verschiedenen Charakter. Manche sind bloße Events, bei den sich die massenhaft zuschauenden “Normal”-Bürger ihrer ach so großen Toleranz versichern können und sich ein paar Stunden lang nicht die quälende Frage stellen müssen, ob sie denn wirklich “normal” genug sind.

Que[e]r zur Norm sind die Veranstaltungen dort, wo nach wie vor nicht mal
formal-juristischer Diskriminierungsschutz gewährleistet wird, oder sich die
lesbischwulentrans*queer-Aktivist*Innen in ihrer Politik nicht auf die sexuelle
Orientierung beschränken lassen wollen.

In Wien wird dieses Jahr die Regenbogenparade, die seit 1996 auch immer am Christopher Street Day stattgefunden hat, wegen der Männerfussball-EM verschoben. Das Erinnern an die Stonewall Riots und den damit verbundenen
Kampf für ein gleichberechtigtes Leben aller findet natürlich trotzdem statt: Eben nicht auf der Ringstraße und nicht als Event, dafür auf der Wienzeile und
mit noch mehr Spaß!

Wer noch bei der Vorbereitung helfen möchte oder ihre*seine Ideen einbringen
und verwirklich möchte, meldet sich hier: csd08@villa.at



Get up! Drag up! Queer up! HomoBiTrans*-Aktionswoche 2008

Vor mittlerweile 15 Jahren haben die ersten lesbischwulen Aktionstage an Wiener Universitäten stattgefunden. Aus der von Studierenden organisierten Vortragsreihe von lesbischen, schwulen und transgendered Lehrenden ist weit mehr geworden als die anfängliche Selbstbestärkung.

Im Kontext der queer-femistischen Tage, wird die HomoBiTrans-Aktionswoche zu einer weiteren queeren Raumnahme, subversiver Selbstermächtigung, sowie Vorbereitung und Mobilisierung für die queer-femistischen Tage. Außerdem kann sie als Statement gegen den EM-Taumel ein Stück dazu beitragen, das Versprechen wahr zu machen: Expect Resistance - Kein Fussball dem Sexismus!

Wenn du Lust hast, dich politisch, aktionistisch, organisatorisch, theoretisch, oder sonst wie einzubringen, dann kontaktier' uns per Mail (radicalqueer@villa.at oder homobitrans@oeh.univie.ac.at) oder komm einfach zu unserem Journaldienst oder Offenen Plenum (Zeiten siehe rechte Spalte, Startseite)!