26.2.05 im fluc praterstern
parallel und ergänzend zu den avancierteren wiener aktivitäten unter dem "label" QUEER - wie etwa das "queer beisl" der RosaAntifaWien im EKH oder das "literarische queertett" des homobitransreferates der öhuniwien - wird mit der "queer_lounge" im wiener fluc ein format zwischen seriösem diskurs und trashigem polittainment eröffnet, bei dem in "theorie & pop(o)praxis" über heteronormative matrix, identäten und identitätskonstruktionen, geschlechter-und gesellschaftsverhältnisse, linke perspektiven und radikale globalismen etc. flaniert und agitiert werden soll.
am program des ersten abends
djane teutonia gesamtLEIDwerkschau feat. pursche 911
djane teutonia - bürgerlich autonome tuntistin mit hang und drang zur deutschen LEIDkultur - repräsentiert an/vergeblich die "dunkle seite des schwuchtelettigen popkontinents". dies wird eröffnet mit der behauptung, sie spiegele sich in und begehre richard wagner. und so singt sie folgerichtig: "ich bin eine feministische antideutsche schwuchtel".
nun wird bei djane teutonia auf haarsträubende weise politisiert und agitiert, wie zb. ihr neuester tanzklassiker vermuten lässt:
tanz die theodor herzl und swing den judith butler, herzlich willkommen in der sozialistischen republik queer autonomia
übrigens unter verwendung eines samples von dimitri shostakovich`s "lady mcbeth von mzensk" (vergewaltigungsszene)
musikalisch verlässt sich das programm auf die substanz des neu zu definierende genre "classik-core" (ambientösen wagner gemsicht mit wunderbar swingender bassdrum garniert mit einem hauch von slayer)
>>> arschwackeln gegen den wahnsinn!
sam gray der in jazz, klassisches klavier und früherem metallica gebildete neuseeländische sam gray versucht, musikgenrestereotypien auf zu zeigen und in frage zu stellen durch den gebrauch gewöhnlich in der 'klassischen musik' gehörender instrumente in seinen im wesentlichen 'alternative' songs. über die problematisierung der abstemplung musischer merkmale hinaus besingt er gesellschaftliche othering wie etwa rassismus, coming out-problematik und gay bashing.
uschi knoll/alex fleischmann (homobitrans referat), snivlem , verlegen unterhaltsame musik des 3.geschlechts
parallel und ergänzend zu den avancierteren wiener Aktivitäten unter dem "label" QUEER - wie etwa das "queer beisl" der RosaAntifaWien im EKH oder das "literarische queertett" des Homobitransreferates der ÖH uni wien - wird mit "queerograd" im wiener Fluc ein Plattform-Format zwischen seriösem Diskurs und trashigem Polittainment eröffnet, bei dem in "Theorie & Pop(o)praxis" über heteronormative Matrix, Identäten und Identitätskonstruktionen, Geschlechter-und Gesellschaftsverhältnisse, linke Perspektiven und radikale Globalismen etc. flaniert und agitiert werden soll.
queerograd#1 fand im Februar 2005 im fluc praterstern statt, unter Mitwirkung von pseudoteutonia, pursche 911 & djane teutonia. queerograd wurde im Frühjahr 2004 vom Homobitransreferat der ÖH uni wien in Zusammenarbeit mit casper g zehner/djane teutonia und thomas jehle/pursche 911 gegründet - mit der ursprünglichen Intenion, eine Soli-Reise zur anvisierten queeren Beograd-Pride zu organisieren; diese konnte jedoch aufgrund massiver Bedrohungen durch den klerikalen Fascho-Mob in Serbien nicht durchgeführt werden.
dienstag, 24.mai.2005 21 uhr
fluc im exil: künstlerhauspassage
karlsplatz 5
1010 wien
http://queerograd.antville.org/
Programm QUEEROGRAD#2
(Zusammenfassung - ausführliche Beschreibung siehe unten)
* Diskussion mit Café Critique: Reclaim the Rainbow! - Kein Frieden ohne Befreiung!
Café Critique ist ein unabhängiger Diskussionkreis, der seine Kritik an der Linken und der Gesellschaft vornehmlich in Wien betreibt. Seine Mitglieder publizieren unter anderem in Jungle World und im ça ira-Verlag.
Der Beitrag von Café Critique zu queerograd#2 thematisiert die Wandlung der Regenbogenflagge vom queeremanzipatorischen Symbol zur friedensbewegten antiamerikanischen und diktatorische Regime affimierenden Verblendung.
* CHIEF CHUNG IS A FUCKING FAKE
die Anti-Rocksau und Jungle-World-Autor Markus Ströhlein aus Berlin betreibt mit seinem Ein-Android-Kommando CHIEF CHUNG Rock`n Roll Reeducation: antiauthentischer Sound und billiges Outfit anstelle männlich röhrendem Hirschtums denunzieren den rockistischen Wahn vom vermeintlich Authentischen und Echten.
* PURSCHE 911
Bastard, uneheliches Kind von Tom of Finland (Herr der unfrommen Männlichkeit) und Kerry King (elektrische Gitarrendame bei der Rockband Slayer)
* DJANE TEUTONIA
teutonia, die autonome Tuntistin und bürgerlich-pseudofeministische djane mit Hang und Drang zur (anti)deutschen Leidkultur befasst sich passend zum Gedenken-Gedanken-Jahr mit den Homo-Subjekten und -Objekten des Nazi-Regimes, wobei sie sich in soundbastlerisch-dancefloor-agitatorischer Manier eher den proto&post-faschistischen männerbündlerischen Schwulen nähert. Dem gegenüber wird eine Linie von der historischen Propagierung der "sexuellen Zwischenstufen" und des "Dritten Geschlechts" im Umfeld des jüdischen sozialistischen Sexualforschers Magnus Hirschfeld/ Wissenschaftlich-Humanitären Komitees zur temporären queeren identitätskritischen und antihetero&homo-normativen Geschlechterkonstruktions-Kritik gezogen.