Sie sind hier

GenderReport

An der Universität Wien studieren 63% Frauen...
...aber wie stark sind Frauen in der ÖH vertreten?

Die Geschlechterverhältnisse unter den Studierenden und Lehrenden in den einzelnen Studiengängen der Universität Wien werden seit einigen Jahren detailliert erfasst. Eine derartige Aufbereitung der Daten lag bisher auf der Ebene der Studierendenvertreter_innen nicht vor. Erstmals wurde nun von der ÖH Uni Wien ein umfassender Bericht zu den Geschlechterverhältnissen von Studienvertreter_innen an der ÖH Uni Wien erarbeitet.

Hier findet ihr alle Ergebnisse.

 

Ausgangspunkt und Vorbemerkungen

Ergebnisse

FAZIT

Ausgangspunkt und Vorbemerkungen

Ausgangspunkt und Motivation des Gender Reports

Wieso ist dieser Report entstanden und wieso ist es wichtig, die Geschlechterverhältnisse innerhalb der ÖH zu beleuchten?

ÖH Uni Wien. Links seit 2001

Welche ÖH-Ebenen gibt es an der Hochschüler_innenschaft an der Uni Wien, welche Aufgaben haben sie und wie kommen die einzelnen Ebenen zustande? Wer ist die ÖH Uni Wien und nach welchen Grundsätzen handeln wir?

Wer ist Studierendenvertreter_in?

Wer zählt alles als Studierendenvertreter_in und welcher Personenkreis wird in diesem Report gezählt?

Non-, Binary, Trans- Identitäten an der Universität. Grenzen einer statistischen Erfassung

Wieso können wir in diesem Report nur zwischen Männern und Frauen unterscheiden und welche Probleme ergeben sich daraus?
Wie positionieren wir uns zu Zweigeschlechtlichkeit?

Ergebnisse

Mit dem vorliegenden Gender Report sind wir angetreten, Antworten auf sehr grundlegende Fragen zu finden:

Wie ist das Geschlechterverhältnis der Studierendenvertreter_innen an der Universität Wien?
In welcher Relation steht dieses Geschlechterverhältnis zu dem aller Studierender an der Universität Wien? 

Das erste Ergebnis der Untersuchung ist, dass auf allen drei Ebenen der Hochschüler_innenschaft – der Universitätsvertretungsebene (UV), der Fakultäts- und Zentrumsvertretungsebene (FV/ZV) und der Ebene der Studienvertretungen (StV) – Frauen im Mittelwert ebenso stark vertreten sind wie Männer. Der Frauenanteil der Studierendenvertreter_innen ist allerdings auf allen drei Ebenen durchgehend niedriger als jener der Studierenden. Der Mittelwert, so ein weiteres Ergebnis, verdeckt dabei die große Spannweite der jeweiligen Geschlechterverteilung sowohl innerhalb der verschiedenen Vertretungsebenen (UV, FV/ZV, StV), als auch die Unterschiede zwischen den Stufen Kandidaturen, Mandate und Vorsitzpositionen.

 

Studienvertretungen

FAkultäts- und Zentrumsvertretungen

Universitätsvertretung

 

Studienvertretungen

Gesamtergebnis

Auf der Ebene der Studienvertretungen kann der 60%-ige Studentinnen-Anteil großteils auf allen Stufen (Kandidat_innen, Mandatar_innen und Vorsitzende) abgebildet werden, wenngleich der Frauenanteil durchgehend leicht darunter liegt. Auf der Stufe der Kandidaturen ist der Frauenanteil niedriger als bei Mandaten und Vorsitzpositionen. Dabei bestehen sowohl zwischen den einzelnen Studienvertretungen, als auch innerhalb einiger Studienvertretungen im Zeitverlauf große Differenzen. Wenn es innerhalb von Studienvertretungen so etwas wie Kontinuität gibt, dann bei der Besetzung der Vorsitzpositionen: Hier zeigen sich teilweise ähnliche Geschlechterverhältnisse über den gesamten Beobachtungszeitraum hinweg, was die Anwendung von Quoten bzw. einer bestimmten Vergabepraxis durch einzelne Organisationseinheiten vermuten lässt.

Daten detailliert

Legende

Erläuterungen und Datengrundlage

 

Gruppe Doktorat

Folgende Studienvertretungen fallen unter die Gruppe Doktorat: Doktorat Evangelische Theologie, Doktorat Rechtswissenschaften, Doktorat Katholische Theologie, Doktorat Naturwissenschaften, Dok*Phil, Doktorat Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Gruppe Geisteswissenschaft

Folgende Studienvertretungen fallen unter die Gruppe Geisteswissenschaft: Afrikanistik, Ägyptologie, Alte Geschichte, Anglistik, Byzantinistik, Europäische Ethnologie, Finno-Ugristik, Germanistik, Geschichte, Internationale Entwicklung, Japanologie, Judaistik, Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Koreanologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Nederlandistik, Romanistik, Sinologie, Skandinavistik, Slawistik, Sprachwissenschaft, Südasien-Wissenschaften, Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Translationswissenschaften, Urgeschichte & historische Archäologie, Vergleichende Literaturwissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens

Gruppe Human- und Sozialwissenschaft

Folgende Studienvertretungen fallen unter die Gruppe Human- und Sozialwissenschaft: Bildungswissenschaften, Gender Studies, Lehramt Psychologie & Philosophie, Kultur- und Sozialanthropologie, Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie, Publizistik & Kommunikationswissenschaft, Soziologie

Gruppe Naturwissenschaft

Folgende Studienvertretungen fallen unter die Gruppe Naturwissenschaft: Astronomie, Biologie, Chemie, Erdwissenschaften, Ernährungswissenschaften, Geographie, Lehramt Geographie & Wirtschaftskunde, Mathematik, Meteorologie & Geophysik, Pharmazie, Physik, Sportwissenschaft

Rechtswissenschaft

Einzig die Studienvertretung Rechtswissenschaft zählt zu dieser Gruppe.

Gruppe Theologie

Folgende Studienvertretungen fallen unter die Gruppe Theologie: Evangelische Theologie, Katholische Religionspädagogik, Katholische Theologie, Religionswissenschaft

Gruppe Wirtschaftswissenschaft

Folgende Studienvertretungen fallen unter die Gruppe Wirtschaftswissenschaft: Betriebswirtschaft, Informatik, Statistik, Volkswirtschaftslehre

 

Um valide Aussagen auf Basis einer umfangreicheren Datenmenge machen zu können und nicht nur Einzelergebnisse der Studienvertretungen (StVen) abzubilden, wurden die Studienvertretungen zusammengefasst bzw. gruppiert. Ein Klustern der StVen zu Fakultäten/Zentren entsprechend der aktuellen ÖH-Struktur (der Zuordnung von StVen zur FVen) erschien nicht sinnvoll, da die Struktur und Größe der Fakultäten bzw. ihrer Vertretungseinrichtungen zu unterschiedlich ist und damit großteils keine neuen Aussagen geschaffen werden könnten. Deshalb wurde die Gruppierung auf der Grundlage fachlicher Ähnlichkeit der Studienrichtungen vorgenommen und zwar in Anlehnung an die Universitätsstruktur vor 2002. Somit ergeben sich die insgesamt sieben Gruppen von Studienvertretungen. 

 

Fakultäts- und Zentrumsvertretungen

Gesamtergebnis

Der Frauenanteil der Mandatar_innen und Vorsitzenden auf der Ebene der Fakultäts- und Zentrumsvertretungen ist im Vergleich zu jenem der StVen konstant niedriger. Gerade der Anteil an Frauen unter den Mandatar_innen fällt im Vergleich zu den Studierendenzahlen deutlich ab, wird jedoch auf der Stufe der Vorsitzenden wieder höher. Das lässt den Schluss zu, dass zwar im Vergleich zum Geschlechterverhältnis der Studierenden weniger Frauen als Mandatar_innen entsandt werden, allerdings vornehmlich Frauen Vorsitzpositionen ausüben. Auch auf der Ebene der Fakultäts- und Zentrumsvertretungen müssen die teilweise sehr großen Unterschiede der Organisationseinheiten untereinander, als auch die Veränderungen im Zeitverlauf beachtet werden.

Daten detailliert

Legende

Erläuterungen und Datengrundlage

 

Alle Fakultäts- und Zentrumsvertretungen

Chemie, Evangelische Theologie, Geowissenschaften, Geographie & Astronomie, Historisch-Kulturwissenschaftlich, Informatik, Katholische Theologie, Lebenswissenschaften, Lehrer_innenbildung, Mathematik, Molekularbiologie, Philologisch-Kulturwissenschaftlich, Philosophie und Bildungswissenschaften, Physik, Psychologie, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaft, Sportwissenschaft, Translation, Wirtschaftswissenschaften

 

Universitätsvertretung

Gesamtergebnis

Auf der Ebene der Universitätsvertretung ist für den zeitlichen Verlauf hervorzuheben, dass eine hohe Kontinuität der Geschlechterverteilung auf den verschiedenen Stufen vorliegt. Auch hier ist der Frauenanteil in jeder Exekutive bei den Wahlvorschlägen am niedrigsten – es stehen durchgehend weniger Frauen als Männer als potenzielle Mandatar_innen zur Verfügung. Im Vergleich dazu steigt der Frauenanteil auf der Stufe der Mandatar_innen auf (knapp) über 50%, bleibt damit also auch deutlich unter dem der Studierenden. Alle Vorsitzpositionen wurden im Beobachtungszeitraum ausnahmslos von Frauen ausgeübt. Dieses positive Bild der zumindest ausgeglichenen Repräsentation von Frauenverdeckt allerdings die teilweise hohen Diskrepanzen zwischen den einzelnen Fraktionen, welche Mandate in der Universitätsvertretung halten: Werden die Geschlechterverhältnisse nach Fraktionen getrennt analysiert, zeigt sich, dass vor allem bei den Fraktionen GRAS, VSStÖ und KSV-LiLi deutlich mehr Frauen als Männer Mandate innehaben, was die teilweise sehr starke Unterrepräsentation von Frauen in anderen Fraktionen insgesamt ausgleicht.

Daten detailliert

Erläuterungen und Datengrundlage

 

Universitätsvertretung

Die Geschlechterverteilung aller in der Universitätsvertretung vertretenden Fraktionen im Vergleich mit den Wahlvorschlägen und die Geschlechterverteilung in den Kollegialorganen der Universität Wien seit 2009.

Exekutive

Die Maßnahmen der aktuellen Koalition aus VSStÖ, GRAS und KSV-Lili zur Beeinflussung der Geschlechterverhältnisse auf der Universitätsvertretung und die Geschlechterverteilung in den Referaten der Universitätsvertretung seit 2009.

Fazit

 

 

 

 

 

 

Impressum:

Gender Report der Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien
Medieninhaberin HochschülerInnenschaft an der Uni Wien.
Herausgeberinnen HochschülerInnenschaft an der Uni Wien, Uni-Campus AAKH, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof1
Tel 01/4277-19501
E-Mail oeh@oeh.univie.ac.at,
Web http://www.oeh.univie.ac.at.

Layout & Satz Stefanie Hintersteiner

Redaktion Michael Hollogschwandtner, Stephanie Marx, Anna Steinberger, Elisabeth Weissensteiner
Datenbearbeitung und -lektorat Florian Soltic
Texte Michael Hollogschwandtner, Stephanie Marx, Anna Steinberger, Elisabeth Weissensteiner, Studien- und Fakultätsvertretungen der Uni Wien
Lektorat Simon Huber, Anna Steinberger

Herstellerin Facultas Verlags- & Buchhandels AG
Erscheinungsdatum der Druckversion April 2017