Information über barrierefreien Zugang zur Homepage der ÖH Uni Wien     SEITENÜBERSICHT    IMPRESSUM
SCHWARZES BRETT DER ÖH

SUCHE:

1 Jahr Regierung

Aktionstag mit Wunschstand und Infomeile:
Universitäts-Hauptgebäude (Aula)
Donnerstag, 10. Jänner 2008, 11-14 Uhr

Ein Jahr Regierung – noch mehr Prekarisierung!

„Unter mir wird es keine Studiengebühren geben.“  Mit diesen Worten trat Alfred Gusenbauer in den Wahlkampf, eine Abschaffung kann man die Möglichkeit, die 363 Euro zu einem Stundenlohn von 6 Euro abzuarbeiten, aber wohl kaum nennen. Die sozial selektiven Studiengebühren sind also nach wie vor Realität,  gleichzeitig überfüllte Hörsäle und unzureichende Lehrmittelfinanzierung. Die Studiengebühren sind jedoch nur ein Teil im Puzzle der Universitätsreform, welche mit dem UG 2002 erschreckende Konturen bekommen hat. Die Umstellung der Diplomstudien auf Bachelor- und Masterstudium stellt einen Meilenstein in der Degradierung eines Großteils der UniabgängerInnen zu Humanressourcen für die Wirtschaft dar. Das Bachelorstudium soll statt 8 Semester im Magisterstudium nur noch 6 sehr unflexibel gestaltbare Semester beinhalten, das Masterstudium als beschränkt zugängliches Elitenstudium  Nachschub für die Führung des Landes liefern. Die schon jetzt existenten Zugangsbeschränkungen (Eingangstests) z.B. für die Medizin, Psychologie, Publizistik, ... werden laut Wissenschaftsminister Hahn  noch weiter ausgebaut werden, und zwar in Form von Test am Übergang von Bachelor zu Master.

Die lange Geschichte der Beschneidung des freien Hochschulzugangs (Streichung der Freifahrten, stagnierende Studienbeihilfe,...) hat dazu geführt, dass heute ein Großteil der StudentInnen unter unsicheren Verhältnissen studiert, 80% müssen nebenher arbeiten, um sich ihr Studium zu finanzieren. Die unter diesem Existenzdruck eingegangenen Arbeitsverhältnisse sind durchgängig prekärer Natur, oft auf Stundenlohnbasis und jederzeit kündbar. Damit erfüllen wir Studierenden genau die Ansprüche der Unternehmen die so ihre Lohnkosten gering halten können. Die Prekarisierung der Lebensumstände betrifft natürlich nicht nur Studierende, die SPÖVP - Regierung hat für jeden etwas übrig: so ist es schon bezeichnend, wenn eine rot- geführte Koalition  im Arbeitszeitgesetzt eine Ausdehnung der Normalarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden täglich absegnet, und in der Arbeitslosenversicherungsgesetznovelle die Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose massiv verschärft, sowie arbeitslose AlleinerzieherInnen dazu verpflichtet, ihre Kinder in Betreuung abzugeben.

Wir rufen alle Studierenden auf, den neoliberalen Umbau unseres Alltags nicht länger schweigend hinzunehmen, und in ihrem Umfeld, organisiert und unorganisiert, über Alternativen zu diskutieren um in praktischer Solidaridät mit allen betroffenen Bevölkerungsgruppen aktiven Widerstand gegen eine Politik im Interesse des Profits aufzubauen.

UnterstützerInnen:
Post G8/Kritisches Studieren
GeWi
StvFv Psychologie
Servus-Arbeitslose für Arbeitslose
Attac
SHG_fMisl
Werkstatt Frieden und Solidarität
Plattform für kämpferische und demokratische Gewerkschaften