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Achter Mai: Wer nicht feiert, hat verloren

Die ÖH Uni Wien gedenkt heute feierlich der militärischen Kapitulation Nazideutschlands und der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten.
Das Ende des industriellen Vernichtungsantisemitismus, das Ende der Alleinherrschaft des Nazi-Regimes feiern wir ebenso wie wir es bedauern, dass jene Strukturen, die den NS hervorbrachten, weiterhin bestehen. Ob offen oder verdeckt - dass Antisemitismus nach wie toleriert und honoriert wird muss nicht erst dadurch bewiesen werden, dass selbst einem Mitglied einer rechtsextremen Burschenschaft durch offizielle Orden und hohe Staatsämter Ehre erwiesen wird. Denn Antisemitismus und Rassismus gehören nach wie vor zum traurigen Alltag im postnazistischen Österreich.
Selbstverständlich ist die Uni davon nicht ausgenommen. Karl-Lueger-Ring als Adresse der Universität oder Lehrende, die ohne Konsequenzen im Unterstützungskomitee von Barbara Rosenkranz agieren, sind nur die Spitze des Eisbergs.

Als ÖH Uni Wien versuchen wir, alles in unserer Macht stehende zu tun, um Strukturen, die ein Fortbestehen dieses Gedankenguts sichern, aufzubrechen. Antisemitismus, rechtes Gedankengut, damit einhergehender Antifeminismus lassen wir nicht auf uns sitzen - sei es mittels unserer Broschüre  zu Völkischen Verbindungen, Workshops, Filmabenden, Demonstrationen, Aktionen - wir wollen mit politischen Aktionen direkten Einfluss auf gesamtgesellschaftliche Verhältnisse nehmen.

Wie jedes Jahr veranstaltet der Wiener Korporationsring (WKR) am 8. Mai ein Toten- und Heldengedenken mit deutschnationalen Burschenschaftern, FPÖlerInnen und dem Who is Who der rechten Szene. Es ist unsere Aufgabe rechtem und geschichtsrevisionistischem Gedankengut, ob unter einem akademischen Deckmantel versteckt oder auf offener Straße, entgegen zu treten.

In diesem Sinne,
Wer nicht feiert hat verloren !
Vorsitzteam der ÖH Uni Wien

Infos zur Demo/Befreiungsfeier: http://achtermai.at.tf/