Eine Kooperation der ÖH Uni Wien und dem Verein Gedenkdienst
Kärnten erscheint in den Medien oft als Hort rechtsnationalen Denkens. Ehemalige SS- und Wehrmachtssoldaten pflegen am Ulrichsberg gemeinsam mit Kärntner Politiker*innen revisionistische Erinnerungspolitik; Kärntner Slowen*innen werden seit Jahrzehnten zu Feindbildern stilisiert.
Doch Kärnten/Koroška hat auch eine andere Geschichte, die im Medienalltag nicht vorkommt. Die von Widerstand und Verfolgung. Der Widerstand der Partisan*innen gegen das nationalsozialistische Regime, die Verfolgung und Deportation von tausenden Slowen*innen und Kärntner Slowen*nnen durch die Nationalsozialist*innen sowie die Verfolgung, Ermordnung und Vertreibung der beinahe gesamten jüdischen Gemeinde Kärntens werden im Mittelpunkt dieser Studienfahrt stehen.
Dabei werden wir Orte besuchen, die an Widerstand und Verfolgung erinnern, wie den Peršmanhof, an dem sich das einzige Partisan*innenmuseum Kärntens befindet oder das Museum zur deutschen Germanisierungspolitik in Brestanica. Den unterschiedlichen erinnerungspolitischen Umgang in Slowenien und Kärnten/Koroska werden wir an Orten wie der Baza 20 – dem ehemaligen Partisan*innenhauptquartier und der Gedenkstätte des egemaligen Konzentrationslagers am Loibl beleuchten. Im Gespräch mit Zeitzeug*innen, bei Workshops und Reflexionsrunden werden wir das Gesehene gemeinsam diskutieren und versuchen in einen erinnerungspolitischen Kontext einzuordnen.
Wir laden euch ein, diese Orte mit uns gemeinsam zu besuchen, denn Auseinandersetzung mit den Gräueln des Nationalsozialismus sowie dem heutigen Umgang mit diesem Abschnitt unserer Geschichte ist nötig, um sie niemals in Vergessenheit geraten zu lassen!