Anlässlich der Mitgliedschaft von ao. Univ.-Prof. Dr. Christian Neschwara, ao. Univ.-Prof. Dr. Lothar Höbelt und o. Univ.-Prof. Dr. Peter Böhm im Personenkomitee zur Unterstützung der BundespräsidentInnenschaftskandidatin Barbara Rosenkranz fühlt sich die ÖH Uni Wien dazu veranlasst, auf die besondere Verantwortung von HochschullehrerInnen hinzuweisen.
Die Kandidatin hat als studierte Historikerin des Öfteren die österreichische Vergangenheit und das Verbotsgesetz auf höchst problematische Weise thematisiert. Es ist bedenklich, dass gerade ein ao. Univ.-Professor für Neuere Geschichte, ein ao. Univ.-Professor für Rechts- und Verfassungsgeschichte und ein o. Univ.-Prof. für Zivilverfahrensrecht solche Positionen ohne Aufschrei der Öffentlichkeit unterstützen können.
Die Befürchtung liegt nahe, dass diese Ansichten auch in universitärer Lehre und Forschung ihren Niederschlag finden und StudentInnen in Lehrveranstaltungen somit geschichtsrevisionistischen und rechtsextremen Darstellungen ausgesetzt sind. Angesichts dieser Tatsachen ist es äußerst verwunderlich, dass die Universität Wien sich bis heute weder zu einer Distanzierung, noch zu weitergehenden Maßnahmen durchgerungen hat.
Die HochschülerInnenschaft an der Universität Wien distanziert sich von der PräsidentInnenschaftskandidatin Rosenkranz und all ihren AnhängerInnen und fordert, dass sich Lehrbeauftragte klar von Nationalsozialismus/Faschismus verharmlosenden Tendenzen abgrenzen. Rechtsextremismus darf an unseren Universitäten nicht geduldet werden!