Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen wird zum Großteil auf physische Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht. Körperliche Gewalt an Frauen stellt wie eh und je eine der schlimmsten Formen von Machtausübung von Männern über Frauen dar.
Sexuelle und sexualisierte Gewalt, zum Beispiel in Form von sexueller Belästigung stehen am Lern- und Arbeitsplatz genauso wie im eigenen Bett und in der übrigen Lebenswelt noch immer an der an der Tagesordnung. Der Selbstschutz und das Sicherheitsbedürfnis einer jeden, durch Selbstverteidigungskurse oder ähnliches stellen Frauen vor finanzielle Probleme, da die Kosten für solche Veranstaltungen immens sind und von den Betroffenen bezahlt werden.
Dieses Thema kann nicht genug Beachtung finden, dennoch möchte die ÖH Uni Wien auf einen weiteren großen Aspekt der Gewalt an Frauen hinweisen: der strukturellen Gewalt an Frauen. Gewalt an Frauen ist nicht nur an körperlichen Verletzungen festzumachen, sondern auch die strukturelle Diskriminierung und Benachteiligung sind Teil von Gewalt an Frauen. Tagtäglich sind Frauen in vielerlei Hinsicht benachteiligt und unterdrückt. Als Beispiele lassen sich die Einkommens- und Vermögensunterschiede oder die erschwerten Möglichkeiten für Frauen am Arbeitsmarkt nennen. Die gläserne Decke wird seit Jahren kritisiert, Veränderungen zum positiven, gerade auch an den Universitäten, gehen nur schleppend voran, beispielsweise gibt es bis heute nur eine Rektorin in ganz Österreich. Im Jahr 2011 stehen insgesamt vier Rektoratswahlen an: "Wir setzen uns and er Uni Wien dafür ein und hoffen auch sonst, dass sich auch hier endlich etwas am Geschlechterverhältnis ändert", schließt das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.
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