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Verdrängtes Unrecht

Die Verfolgung von Schwulen und Lesben in Wien 1938

Obwohl der § 129I,b des Österreichischen Strafgesetzbuches, der männliche und weibliche Homosexualität kriminalisierte, die ganze Nazizeit über in Kraft blieb, änderten sich mit dem "Anschluss" im März 1938 die Lebensbedingungen schlagartig. Mit der Machtübernahme begann die planmäßige Verfolgung von Schwulen und Lesben, geheimdienstliche Strukturen, die sich schon im Deutschland bewährt hatten, wurden in Österreich ohne größere Anlaufschwierigkeiten eingeführt. Der sprunghafte Anstieg von Verhaftungszahlen in den ersten Monaten des Jahres 1938 macht deutlich, wie effizient die Gestapo-Abteilung zur Verfolgung von Homosexualität arbeitete.

Der Stadtspaziergang führt zu den Orten der Verfolgung und Ermordung von schwulen Männern, zu den Orten geselliger Zusammenkunft und zu denen ihres Lebens und Liebens.

Mit Guide Andreas Brunner

Die Führungen finden bei jedem Wetter statt.

Treffpunkt: Morzinplatz, beim Mahnmal für die politischen und jüdischen Opfer des Nationalsozialismus
Straßenbahnticket erforderlich!

Termine und weitere Infos unter www.qwien.at/de/guide_unrecht.htm