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Alle Reden der Demo gegen die UG-Novelle

Alle Reden der Demo gegen die UG-Novelle

Alle Reden der Demo gegen die UG-Novelle 

Vorsitzteam der ÖH Uni Wien

ÖH Uni Salzburg 

Verde

Grünalternative Jugend Wien

Uns reichts!

#supportewuality

AK Bild

#BildungBrennt

 

 

 

Vorsitzteam der ÖH Uni Wien

Die Novelle des Universitätsgesetzes der türkis-grünen Bundesregierung sieht eine Kompetenzenverschiebung vom Senat ins Rektorat und in den Unirat vor. Das einzige Universitätsgremium, in dem Studierende mit ihrer Stimme vertreten sind, ist der Senat. Dieser soll weitestgehend entmachtet werden. Das bedeutet: Mehr Einflussnahme auf Universitäten, Studienpläne und Rektor_innen-Wiederbestellung durch die parteipolitisch besetzten Uni-Räte.

So sieht Mitbestimmung nicht aus.

In der UG-Novelle vorgesehen ist auch eine Mindestleistung von 24 ECTs in 2 Jahren - in jedem inskribierten Studium. Ansonsten: Exmatrikulation und eine Sperre für 10 Jahre.

Bisher gab es ja in der STEOP die Möglichkeit, nach 3 Wiederholungen ein Jahr abzuwarten, sich zu sammeln, und es danach erneut zu versuchen. Dieser Erneute Versuch soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen: Sofortige Sperre nach 3 Wiederholungen.

Das ist nicht nur ein Schritt zurück ins Jahr 2015, es widerspricht auch dem Koalitionsvertrag der türkis-grünen Bundesregierung. Damals wollten sie noch eine "flexible Studieneingangsphase" einrichten. Heute wollen sie das Gegenteil: Ein starres System, bei dem raus fliegt, wer nicht mithalten kann.

Die Nachfrist, die sich für viele Studierende in prekären Situationen oder im Übergang von Bachelor auf das Masterstudium schon oft als notwendig erwiesen hat, soll komplett gestrichen werden. Keine Spur von Kulanz und Verständnis. Stattdessen: Immer funktions- und zahlungsfähig sein oder kein Studium.

Die Tendenz ist klar: Schnelle Studienabschlüsse und schöne Statistiken sind Priorität. Die Bildung kommt zuletzt. Paradoxerweise sollen die Prüfungstermine von 3 auf 2 pro Semester reduziert werden. Das heißt: weniger Flexibilität insbesondere für berufstätige Studierende und Studierende mit Betreuungspflichten.

Unis sollten Orte der Bildung für Alle sein. Die Devise stattdessen: Mach mehr Prüfungen bei weniger Terminen und kürzeren Fristen. Wie, ist egal!

Leistung, Leistung, Leistung. Das sind die Schwerpunkte der türkis-grünen Regierung für uns Studierende.

So schnell und effizient wie möglich durchs Studium, starr nach dem Studienplan. Wer dieser Norm nicht entsprechen will oder kann, muss gehen. Wer nicht die nötigen finanziellen oder zeitlichen Ressourcen hat, muss gehen. Es geht primär um den Studienabschluss als solchen - was auf dem Weg zu diesem inhaltlich oder persönlich mitgenommen wird, ist relativ egal.

Denn die Uni ist kein Ort der Bildung, sondern eine Ressource im globalen Standortwettbewerb. Und wertvoll ist, wer sich den neoliberalen Idealen der Flexibilität, Effizienz und Zielstrebigkeit am besten anpassen kann. Wenn du da nicht mithalten kannst, weil du arbeiten oder dich um Kinder und Angehörige kümmern musst, hast du Pech gehabt. Dann studier hald nicht.

Durch die Hürden, die jetzt schon bestehen und jene, die wie die Mindestudienleistung eingeführt werden sollen, will und wird die Regierung die Unis wieder zu einem Ort machen, der lediglich Eliten produziert und reproduziert. Wer die richtigen Voraussetzungen (also das richtige Elternhaus) mitbringt oder sich durchzusetzen weiß - koste es ihn oder sie was es wolle - ist willkommen.

Warum darf die Uni kein Ort für Träumer:innen, Unentschlossene oder Faulenzer:innen sein? Warum scheint es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, hochqualitative Lehre zu ermöglichen aber am Weg auch diejenigen mitzunehmen, die vielleicht in ihrer Rente noch einmal gemütlich Philosophie oder zwölf Semester Geografie studieren möchten oder diejenigen, die in den ersten beiden Jahren viermal das Fach wechseln?

Natürlich gilt es, die Restbestände der Bildungsreform der österreichischen Sozialdemokratie unter Bruno Kreisky zu verteidigen, nicht zuletzt weil sie die Universität zu einem öffentlicheren und vielfältigeren Raum gemacht haben. Durch diese veränderte soziale Zusammensetzung der Studierenden entstanden schließlich auch zumindest Möglichkeiten der radikalen politischen Bildung im studentischen Milieu. Darum ist eine Novelle, wie die UG-Novelle, die diese Mindensterrungenschaften angreift und die Entwicklung der Unis hin zu einer neoliberalen Verwertungsstätte vorantreibt inakzeptabel und muss bekämpft werden.

Was neben der Pandemie und der UG Novelle völlig untergeht, sind die Uni Wien-spezifischen studienrechtlichen Verschlechterungen.

Hier möchte ich über 2 Punkte im besonderen sprechen.

Eine Neuerung, die dem Studienfortschritt vieler Studierender ganz bestimmt im Weg stehen wird ist das neue Anmeldesystem. Gerade berufstätige oder anders mehrfach belastete Studierende kennen es gut: Die zeitlichen Ressourcen diktieren die belegten Kurse und Fächer. Solche Studierende sollen in Zukunft nun auch durch das Anmeldesystem benachteiligt werden: Plätze sollen nach Studienfortschritt im linearen Studienplan vergeben werden - Je mehr man sich an diesen starren Plan hält, desto besser sind die Chance einen Platz zu bekommen. Wer dem Plan nicht folgen kann schaut durch die Finger. Wie Zissi bereits gesagt hat: "Dann studiere halt nicht."

Die Zweite betrifft eine Ergänzung der Satzung der Uni Wien. Einige haben es vielleicht schon mitbekommen - es geht um den Schummel-Generalverdacht.

Das Rektorat hat klar gemacht, was sie mit der Satzungsänderung meinen: Alle Studierenden schummeln. Alle von uns nutzen jede Gelegenheit, um zu schummeln. Und das Schummeln soll hart bestraft werden.

Es braucht bei Online-Prüfungen nicht einmal einen Grund zur Annahme, dass wer geschummelt hat. Es braucht keinen konkreten Verdacht. Studierende werden stichprobenartig bis zu VIER Wochen nach der Prüfung von den Prüfer_innen kontaktiert, um einen sogenannten Plausibilitätscheck durchzuführen. Wie genau dieser Plausibilitätscheck ablaufen soll, was da erlaubt ist und was nicht, wurde vom Rektorat übrigens noch nicht ausgearbeitet. Und wer jetzt denkt, dass das schon schlimm genug ist, wird jetzt überrascht sein: Wer den Plausibilitätscheck nicht besteht, wird nicht beurteilt, der Prüfungsantritt zählt aber trotzdem und es wird ein Schummelvermerk im Sammelzeugnis eingetragen.

Das absolute, gesetzlich unumgängliche Minimum, nämlich dass betroffene Studierende im worst case den Schummel-Bescheid offiziell anfechten können, wird dabei als "gnädiges Zugeständnis" bezeichnet.

Solltet ihr vom Schummel-Generalverdacht betroffen sein, meldet euch bei uns. Die ÖH Uni Wien unterstützt euch in allen Kämpfen für eure Rechte.

Und genau deshalb braucht es eine starke linke ÖH, die sich der neoliberalen Leistungsgesellschaft entgegenstellt und sich für die Rechte von uns Studierenden einsetzt.

Wir fordern:

• Den freien und offenen Hochschulzugang und ein solidarisches Miteinander!

• Studiengebühren abschaffen, auch für Studierende mit Lohnarbeit oder Betreuungspflichten, chronisch kranke und be-hinderte Studierende und vorallem für Studierende ohne EU oder EWR - Staatsbürger_innenschaft!

• Finanzielle Absicherung für alle Studierende, statt mehr Effizienzdruck!

• Gegen Unis als Wissenproduktionsfabriken, gegen Mindeststudienleistung und Verschulung!

 

 

 

ÖH Uni Salzburg 

Liebe Studierende! Liebe Schülerinnen und Schüler! Liebe Alle!

Ich bin Keya. Ich bin Vorsitzende der ÖH Universität Salzburg und engagiere mich eigentlich seit Tag 1 meines Studiums bei der GRAS, den Grünen und Alternativen Student*innen. Das tu ich nicht, weil ich so viel Spaß daran habe (oder nicht nur deshalb), sondern weil es offensichtlich ist, dass wir die Politik nicht alleine über das Bildungssystem entscheiden lassen dürfen. Sonst kommt das dabei heraus, weshalb wir heute da sind: ein großer Haufen Bullshit für alle jetzigen Studierenden und alle, die noch kommen.

Bildung, Bildungssystem – das hört sich so groß an. Trotzdem ist das ein Bereich, der politisch immer und immer wieder vergessen wird. Stimmt, wieso auch in die Zukunft investieren? In Großkonzernen und dem Militär ist das Geld doch viel besser investiert. Funny, denke ich mir selbst. Ich bin ein Teil dieses Bildungssystems, ich studiere nämlich. Ich tue das, so wie die meisten von uns, weil mich mein Fach interessiert. Weil ich mich damit tiefgründig auseinandersetzen will. Weil ich neugierig bin und weil ich gesellschaftliche Verantwortung übernehmen will.

Ich studiere nicht, weil ich gerne so schnell es geht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen will. Ich studiere auch nicht, weil ich mir denke „Jippie, voll cool ein Teilchen des kapitalistischen Bildungsmaschine zu sein!“
Das ist aber genau das, was die UG Novelle von uns will. Wir sollen schneller studieren, effizienter studieren, bloß nicht zu lang dem Staat auf der Tasche liegen. Und ich frage mich: was ist eigentlich falsch bei euch? Was ist mit Studierenden, die Betreuungspflichten haben? Oder mit Studierenden, die arbeiten – das betrifft übrigens 2/3 aller Studierenden? Studierende, die psychische oder körperliche Beeinträchtigungen haben? Oder Studierende, die einfach langsam studieren, weil sie sich Zeit lassen wollen?
Es ist nicht Sinn der Sache, möglichst schnell fertig zu werden. Ein Bildungssystem soll uns befähigen, mündige und verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger zu werden, die ihren Teil zu einer diversen und offenen Gesellschaft beitragen. Ein Bildungssystem soll fördern und Chancen eröffnen.

Statt zu öffnen und Chancen zu bringen ist diese Novelle eine große Spaltung. Wer nicht Vollzeit studieren kann wird effektiv rausgeworfen. Bildung an Universitäten soll wieder ein Privileg der wenigen werden: nämlich nur für die, die es sich leisten können.

Bildung ist aber eigentlich ein Menschenrecht. Wer dafür sorgt, dass Menschen keinen freien Zugang zu Bildung haben, begeht also ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Und genau das passiert hier. Die Bundesregierung und vor allem das Wissenschaftsministerium begehen ein Menschenrechtsverbrechen, wenn sie diese Novelle so durchziehen.

Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb bin ich auch so froh, dass so viele von uns heute hier sind. ÖHs vereinen sich hier mit Schülerinnenorganisationen, mit Fraktionen, mit überparteilichen Bündnissen und mit vielen anderen Organisationen. Wir alle stehen gemeinsam gegen diese Novelle und stellen uns dagegen. Das Stichwort Bildung Brennt fasst es nämlich gut zusammen. Wir dürfen nicht zulassen, dass aus Studierenden nur noch Nummern in der neoliberalen, kapitalistischen Bildungsmaschine werden und Bildung nur noch als Ausbildung zählt. Stehen wir also zusammen und sagen: Nein zu dieser UG Novelle!

 

Verde

Liebe Studierende!

 

Ich bin sauer. Ich bin richtig angefressen, weil ich sehe, wie hier mit der neuen UG-Novelle die Zukunft vieler Schülerinnen und Schülern verbaut wird. Studieren wird nicht etwa sozial abgesichert, nein, es wird durch Einschränkungen und Rückschritte eine Bildungslandschaft herbei geführt, die karg und trocken ist. Die Furche in eine Zwei-Klassen Bildung wird immer tiefer getrieben, bis der Keil einmal so fest steckt, dass hier bleibende Schäden angerichtet wurden.

Maturantinnen und Maturanten, die erst beim zweiten Antreten die Prüfung schaffen, wird die Einschreibungszeit zum Studium gekürzt und so unnötiger Stress verursacht. Wieso sollen es die, die erst im September bestehen, schwieriger haben? Sind sie vielleicht weniger Wert in den Augen des Bildungsministers?!

Genauso die 24 ECTS die mindestens in 2 Jahren erbracht werden müssen – wen trifft das? Die Leute, die es eh schon schwer genug haben. Die Leute, die nicht aus einem reichen Haushalt kommen, sondern neben dem Studium vollzeit arbeiten müssen, um sich die Uni leisten zu können. Und das sind die Leute, die schlussendlich die Fehler dieses Gesetzes ausbaden müssen. Wenn es jemand nicht schafft, die gefordeten ECTS zu erbringen wird man für 10 Jahre an der Uni gesperrt. Das macht es nur schwieriger für diejenigen, die ohnehin schon nicht so leicht auf die Uni kommen, weil bereits im Gymnasium und der neuen Mittelschule eine Selektion geschieht, die es so nicht geben dürfte! Um gute Bildung für alle zu gewährleisten müssen wir auf Inklusion achten, nicht auf Ausgrenzung!

Was wir brauchen sind leichtere Studienzugänge, keine Steine in unserem Weg.

In den Schulen kämpfen wir schon seit einer ganzen Weile gegen den enormen Leistungsdruck. Das System von punktuellen Prüfungen ist veraltet und hilft Schülerinnen und Schülern ganz sicher nicht dabei, ihr volles Potential zu entfallten. Im Gegenteil: Unser Schulsystem zeigt deine Fehler und Schwächen auf. Es gibt dir aber nicht ausreichende Möglichkeiten dich auf deine Stärken und Interessen zu konzentrieren. Dieses Konzept soll jetzt auch an die Uni getragen werden? Wir brauchen weniger davon, nicht mehr! Von einer durch und durch leistungsorientierten Universität profitieren weder Studierende noch die Professorinnen und Professoren. Mehr Leistungsdruck - das ist ein Schuss in’s Knie für alle.

Was wir in den Schulen bereits erlebt haben ist die entdemokratisierung des Schulgemeinschaftsausschusses. Eltern und Lehrpersonal können mit einer 2/3 Mehrheit ganz einfach Beschlüsse über die Schüler*innenvertretung hinweg fällen. Dadurch wurde uns die Möglichkeit des Boykotts und des Protests genommen; und schlussendlich auch ein Teil der demokratischen Mitgestaltung.

Nun, unser Bildungsminister findet das anscheinend eine tolle Idee.

 

Aber durch diese konservative Politik werden Chancen verbaut, anstatt progressiv und mutig an die Probleme ranzugehen. Wir wollen eine Uni für alle, eine Uni die niemanden ausschließt, sondern eine gesellschaftliche Durchmischung möglich macht.

Denn Bildung ist unsere stärkste Waffe diese Welt zu verändern! Unsere Bildung kann uns niemand mehr nehmen. Aber der Hahn zu dieser Bildung wird vom Ministerium Stück für Stück zugedreht. Wie hart musste nicht damals gekämpft werden, um einen Studienzugang für alle zu ermöglichen?

Liebe Studentinnen und Studenten, dorthin wollen wir nicht zurück! Wir wollen in eine selbstbestimmte Zukunft, in eine Zukunft des Miteinanders, ja, in eine chancengleiche Zukunft. Wenn ich von heute 3 Jahre nach vorne blicke, dann will ich auf der Uni sein - und ich will mich dort wohl fühlen. Ich will aber vor allem wissen, dass sich dort alle wohl fühlen, ganz egal welchen familiären oder finanziellen Hintergrund sie haben!

Wir können vielleicht nicht die notwendigen Schrauben dafür drehen. Aber die Leute, die das können sollen wissen, dass wir ihnen ganz genau auf die Finger schauen!

 

 

Grünalternative Jugend Wien

Hallo! Ich heiße Clara und ich bin die Sprecherin der Grünalternativen Jugend Wien. Ich studiere hier an der Hauptuni, am Hof 9, Musikwissenschaft im dritten Semester.
Ich habe mich schon seit Jahren darauf gefreut, Studierende zu sein: Selbstorganisiert das zu lernen, was mich wirklich interessiert. In mitternächtlichen Diskussionen am WG-Küchentisch das Argumentieren zu üben. Im Sommer am Campus auf der Wiese zu sitzen und mit meinen Kolleg*innen zusammen zu lernen.
Die Universität, das Studieren, ist etwas Wunderbares. Es bietet uns Raum, uns zu probieren, uns umzuentscheiden, unsere Interessen zu finden.
Aber: Alles das ist jetzt in Gefahr!
Die Bundesregierung sieht eine Novellierung des Universitätsgesetzes vor, mit der der Leistungsdruck deutlich erhöht wird. In den ersten vier Semestern sollen nun mindestens 24 ECTS erreicht werden, ansonsten wird man exmatrikuliert.
Das mag jetzt für einige nach sehr wenig klingen. Das sei doch kein Leistungsdruck.
Doch! Was ist mit den Studierenden, die parallel arbeiten? Was ist mit den Studierenden, die mehrere Studienfächer gleichzeitig besuchen? Und was ist mit den Studierenden, die sich um Kinder oder Familie kümmern?
In der GAJ sind viele junge Menschen aktiv, die derzeit noch zur Schule gehen. In den nächsten Jahren werden einige davon anfangen, zu studieren. Doch die UG-Novelle schränkt ein, wer studieren kann. Und auch alle, die es sich leisten können zu studieren, weil ihre Eltern sie unterstützen können, werden zur ununterbrochenen Effektivität gezwungen.
Die zukünftigen Studierenden werden sich fragen müssen: Kann ich überhaupt studieren, wenn ich dann keine Zeit zum Arbeiten habe? Oder gar: Wozu maturiere ich, wenn ich mir das Studieren dann eh nicht leisten kann?!
Wir sind heute hier am Campus, es ist kalt und eigentlich sollten wir zu Hause sein, um uns und andere zu schützen. Aber wir demonstrieren heute gegen eine Tendenz der Hochschulpolitik, die sich schon länger abzeichnet: die ÖVP und Faßmann bauen die Universitäten zu neoliberalen Bildungsmaschinen um.
Und wir demonstrieren, weil eine entscheidende Chance verpasst wird: Die Universitäten müssen dringend an die Lebensrealität der Studierenden angepasst werden. Der Hochschulzugang muss freier werden. Studieren muss für alle möglich sein. Neben dem Beruf, neben der Familie. Studieren muss so frei und flexibel sein, dass wir ohne überzogenen Leistungsdruck im Sommer wieder hier am Campus auf der Wiese sitzen können und lernen können, so wie wir das wollen.
Danke für Eure Aufmerksamkeit!

 

Uns reichts!

Die Bildung wird täglich geringer, weil die Hast größer wird.
So sagte bereits Nietzsche, der zu einer Zeit lebte, in der die neoliberale Marktwirtschaft, in der wir
heute leben, noch gar nicht entwickelt war. Das heutige kapitalistische System hat diese Hast weiter
vergrößert: schneller, besser, effizienter muss alles werden, inklusive des Studiums. Bildung, die
eigentlich ein Grundwert unserer Gesellschaft sein sollte, wird zunehmend zu Ausbildung,
Universitäten zu Dienstleistern und Ausbildungsstätten! Stattdessen sollten sie als Orte der
Wissenschaft und Kunst, des Diskurses und der freien Meinungsäußerung fungieren. Das neue
Universitätsgesetzt wird diese Entwicklung weiter enorm vorantreiben.
Bildung muss politisch unabhängig sein. Universitäten sollen natürlich die demokratischen und
sozialen Werte unserer Gesellschaft vertreten und an ihre Studierenden weitergeben, aber um die
Stellung der Universität als Bildungseinrichtung zu bewahren, müssen die Unis weitgehend
autonome Institutionen sein. Das neue Universitätsgesetz sieht einen massiven Eingriff in diese
Autonomie vor. Der Senat wird seiner Aufgaben und Verantwortung weitgehend beraubt. Als
demokratisch gewähltes Leitorgan ist es bislang seine Verantwortung gewesen, das Rektorat zu
besetzen und Studienpläne zu beschließen, die von der Studienkommission, bestehend zu gleichen
Teilen aus Studierenden, Professor:innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen, erstellt wurden.
Im neuen Gesetzesentwurf wird der Einfluss des Ministeriums auf diese zentralen Entscheidungen
der Universität enorm erhöht. Das Rektorat soll künftig nur noch vom Universitätsrat, einem
mehrheitlich vom Ministerium besetzten Gremium, besetzt werden. Die Curricula der
Studienrichtungen sollen in Zukunft durch Richtlinienkompetenzen des Rektorats beeinflusst
werden, durch die vor allem politische und wirtschaftliche Interessen vertreten werden, statt sich
auf inhaltliche und gesellschaftliche Zielsetzung zu fokussieren.
All dies trägt weiter zur Wandlung unseres Bildungsbegriffs bei: Bildung wird zum Marktgut, und
wie alles auf dem kapitalistischen Markt soll nun auch die Bildung auf Effizienz und Verwertbarkeit
ausgerichtet werden. Das macht die Universität nicht zur Bildungsinstitution sondern zur
Ausbildungs-Fabrik. Studierenden werden wie am Fließband abgefertigt, wer keine Mindestleistung
erbringt wird beiseite geschubst und kann nicht wieder aufspringen. Denn auch das sieht das neue
Universitätsgesetz vor: Mindeststudienleistung oder Exmatrikulation, auf Anhieb bestandene
Studieneingangs- und -orientierungsphase oder Rauswurf.
Dem müssen wir uns felsenfest entgegenstellen. Auch wenn die geplanten Maßnahmen und
Änderungen vielleicht als kleine Schritte erscheinen mögen, auch wenn die Entscheidungsgremien
und Kontrollstrukturen der Universität für uns Studierende weit weg und wenig greifbar sein
mögen, jeder Schritt in Richtung Poltische Abhängigkeit der Universität und ihrer Angehörigen ist
ein Schritt in die falsche Richtung.
Heute sind es „Richtlinienkompetenzen in curricularen Angelegenheiten“, bei der nächsten
Änderung wird es ein Vetorecht, bis nach und nach auch die Studienplangestaltung bei einem vom
Ministerium ernannten Rektorat liegt.
Heute sind es 24 ECTS in zwei Jahren, bei der nächsten Änderung werden es 24 in einem Jahr, bis
weiter und weiter selektiert wird, wer es sich leisten kann zu studieren.
Veränderung von Seiten der politischen Entscheidungsträger:innen kommt schleichend und
heimlich. Wir dürfen uns keinen Schritt gefallen lassen, der unsere Rechte als Studierende und
vielleicht zukünftige Mitarbeiter:innen der Universitäten auch nur im geringsten einschränken.
Im letzten Jahr haben wir von Wiederbrennen zum Beschluss des neuen Bildungspakets für die
Erhöhung des Budgets für Universitäten protestiert und gekämpft. Stattdessen soll nun wieder nur
dort gespart werden, wo am wenigsten gespart gehört: bei der Bildung. Statt die Schwelle zu
universitärer Bildung zu verringern, wird sie durch solche Maßnahmen weiter erhöht. Statt den
Studierenden in der aktuellen prekären Situation zu helfen, wird uns mit diesem neuen
Gesetzesentwurf ein Schlag ins Gesicht erteilt. Statt uns ein flexibles Studium zu ermöglichen,in
dem uns Freiraum gegeben wird, uns zu entfalten und unsere Interessen erkunden können, um uns
im Dienste der Wissenschaft zu bilden, wird die Freiheit der Lehre, die Autonomie der Universität
und die Studierbarkeit für sozial benachteiligte Studierende bedroht. Deshalb kämpft mit uns wenn
wir sagen: UNS REICHT’S. Das Fass ist voll. Nein zum neuen Universitätsgesetz.

 

#supportewuality

Friends, colleagues, professors, academic and
non-academic staff of the universities in Austria.
Today we find ourselves at a critical point in history. It is a
time where going to a coffee shop, restaurant, museum or a cinema,
etc., is out of the question and we pass our days restricted to our own
private spaces, a time where one rarely goes into the street and in
doing so we do not only carry our grocery bags but the anxiety about an
uncertain future and the direction that we’re headed as individuals and
as a society.
This anxiety is a result of the absence of jobs, money, access to
proper health insurance, education and many other socioeconomic
tensions that make it clear that we have finally arrived at a moment
where something must change.
I remember when I first came to this country, my very first time
traveling overseas. It was the summer of 2015 and the opportunity to
exhibit abroad had opened up, but –as it often happens with artists
from the global south– the expenses were not covered. Back then I had
managed to save a little amount of money which allowed me to afford the
travel and so I prepared my bags, kissed my mother goodbye and started
the journey.
Now, over 5 years after that journey started –with many comings and
goings– my impressions about this country have transformed into more
than experiences and towards a reality which I myself in the condition
of migrant and student have to navigate on a daily basis.
If at the beginning a number of people warmly asked me “Where do you
come from?” These days it has been and continues to be the reason for
which I am segregated from grants, scholarships, residencies,
internships, jobs, etc.
If during my first trip people would try and pronounce my name, and ask
me about my roots, now this is the reason why I am denied work
interviews and apartment leases.
If at the start of this journey I was not much more than a tourist,
these days I can no longer be a bystander and in turn I am an advocate
for equality and equity, a condition for which instead of receiving
support and understanding, I am criticized and attacked by the people
and institutions around me, the same people and institutions that
refuse their help rather than recognize the various social, economic
and cultural pressures and struggles that bring a person to this point,
the same people and institutions that justify their lack of action on
the thought that society won’t change, that the system is too elitist,
that it is impossible for them to go against ministry laws and
policies, and that people in a position of power can not and will not
make a significant positive difference in our lives.
These people and institutions are the ones that refuse to acknowledge
their role and responsibility, for the comfortability that is brought
to the few is at the expense of the distress of the many. The innocence
that is put forward by our higher education institutions does not let
their members be confronted with the reality, a reality in which they
might be the ones creating, supporting and/or letting segregation,
discrimination and precarization happen, a reality that involves all
the levels of the higher-education system, from the rectorates,
vice-rectors, going through lecturers, chiefs of staff, and last but
not least the student body.
Why is it now that not only the students but the professors, academic
and administrative staff as well as the rectorates and vicerectorates
are reacting to the impending new changes that the authorities in the
parliament and the Ministry of Education Science and Research want to
introduce to the universities? Why now? Why not before?
It was early in September when in an open letter I announced a 21 days
long act of protest against laws and policies that were introduced to
the university law that further endangered equality or –let me
rephrase– that highlighted the absence of equality, this act was not a
sui generis one, on the contrary it accompanied the many other protests
that our colleagues had started time and time again, and that the
universities failed to act upon.
What are our universities supposed to be? Aren’t they supposed “ to
educate the next generation of students and [...] prepare them for a
professional career and encourage critical thinking and self-determined
decision-making” ? Shouldn’t all universities aspire to be “...an open
university where discussions take place, opinions are expressed and
arguments are heard” ?, and in so doing believing “...that diversity
enriches community life and collaboration” . Shouldn’t part of its
mission be to “encourage diversity by applying the principle of equal
opportunities in all areas of university activity.” and to “actively
fight against discrimination and for equal opportunities.” , or are
these just words, words like integration, diversity, equality? And if,
as it is evident, these words and ideals are being used, to what
extent, and to what end?
It is my belief that the critical times we are living in involve
complex challenges, challenges that are not any more ahead than here,
today. Not in the future, but in the present. That the solutions to
these challenges should be cooperative and multi-layered, but if we
“instead of simple answers, focus on looking for suitable new questions
and on strategies that we develop again and again based on our concrete
actions.” , what and where are these concrete actions?
Some of you may read this with doubt, some others might think that this
is an exaggeration, to a few this might even trigger a sarcastic
reaction, but all of us: students, migrants, working class people, face
this reality not only with cynicism but disappointment, with lack of
trust in the people that are supposed to represent us, and lack of
confidence in the institutions in which we chose to place said trust.
These are the feelings that keep people from being vocal and active,
for while institutions loudly claim the ideals of diversity,
integration and equality, their actions (or lack thereof) tell us to
give up hope, to settle for less, that what should be a right is just a
privilege, that we should step down and accept whatever is handed to us
and to be grateful for it, that in a society that subtly, but strongly
oppose our presence in this country we should appreciate the
opportunities we are given and accept the compromises that are made to
our rights, our dignity and our livelihood in the name of freedom.
But if freedoms are what is not only denied but taken from us –I wonder
now– why is it then that we have to accept the responsibilities that
the freedoms we do not enjoy entail?
I think this is where we are today, in a moment where we have had
enough.
We’ve had enough of equality being a right and a reality for some.
We’ve had enough of opportunity and success being fundamental for the
few.
We’ve had enough of freedom being a privilege at the expense of the
many.
I would like to finish this letter by telling you that we should
refuse, that we should stop dreaming and start fighting. I would like
to ask you to keep on fighting and striving to build and transform
these ideals into a reality, that we should keep on working, because if
that’s not who we are then that’s what we should aspire to be, we
should aspire to bring all people together to a better reality, to
better conditions, to real freedom and truthful equality and equity for
all.
It is true that all of us –to different extents and for various
reasons– are privileged, but it is in choosing how to use that
privilege that we can actually make a difference.
The time for thinking about it has passed, it is now time to rise and
stand and march together, it is now time to help each other make the
most of our education and our lives.
All of us, or none of us.

 

AK Bild

Liebe Freunde, Mitstudierende und Kolleg:innen,

 

ich habe hier den Entwurf der UG-Novelle in der Hand.

Ich finde es ja auch begrüßenswert, dass das Universitätsgesetz reformiert werden soll, denn es gibt da viel Verbesserungspotential!

Viel Raum für mehr Mitbestimmung – Stichwort Viertelparität, freiere Bildung, mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Bildungsfinanzierung.

 

Was ich aber nicht begrüße ist dieses Machwerk, das alles nur noch viel schlimmer macht und eine orbanisierung österreichischer Universitäten bedeutet

 

Mit dieser UG-Novelle verlieren alle: Die Studierenden, die Lehrenden, die Senate, die Rektorate und die Republik Österreich.

 

Viel Papier halte ich in Händen mit der Bitte um eine Stellungnahme. Aber die einzige Stellungnahme dazu kann sein:

Nein! Das Ding ist Scheiße!

Das geht so nicht, das machen wir nicht mit!

Wenn Ihr das durchsetzt, dann werden die Unis besetzt!

Vielen Dank

 

AKS

Liebe Freunde, Mitstudierende und Kolleg:innen,

 

ich habe hier den Entwurf der UG-Novelle in der Hand.

Ich finde es ja auch begrüßenswert, dass das Universitätsgesetz reformiert werden soll, denn es gibt da viel Verbesserungspotential!

Viel Raum für mehr Mitbestimmung – Stichwort Viertelparität, freiere Bildung, mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Bildungsfinanzierung.

 

Was ich aber nicht begrüße ist dieses Machwerk, das alles nur noch viel schlimmer macht und eine orbanisierung österreichischer Universitäten bedeutet

 

Mit dieser UG-Novelle verlieren alle: Die Studierenden, die Lehrenden, die Senate, die Rektorate und die Republik Österreich.

 

Viel Papier halte ich in Händen mit der Bitte um eine Stellungnahme. Aber die einzige Stellungnahme dazu kann sein:

Nein! Das Ding ist Scheiße!

Das geht so nicht, das machen wir nicht mit!

Wenn Ihr das durchsetzt, dann werden die Unis besetzt!

Vielen Dank

 

#BildungBrennt

In der Folgenden Rede gibt es an eignen Stellen immer wieder Demosprüche – ich werde diese
immer einmal vorlesen und dann freue ich mich wen wir sie gemeinsam Rufen!
Das probieren wir gleich einmal, passend zu heutigen Kälte und für 2020:
Schlechtes Wetter, harte Zeiten!
Für den Feminismus fighten!
Ich stehe heute hier als eine von vielen. Maskiert und anonym – weil diese Politik nicht nur wenige
- sondern viele Betrifft. Ich selbst wäre wohl unter der geplanten Regelung von der Universität
geflogen, weil ich neben dem Studium arbeite und nicht sehr schnell vorankomme. Und
maßgebliche Mitbestimmungsrechte die ich an der Universität regelmäßig ausübe sind durch diese
Novelle ebenfalls bedroht. Die Arbeitssituation wird sich für viele meiner Freund_innen durch die
neue Kettenvertragsregelung die eine Ende für befristete Anstellungen nach 8 Jahren vorsieht
massiv verschlechtern.
Solidarität // statt Konkurrenz //
Nieder mit der Exzellenz!
Kurz gesagt – diese Bildungspoltitik hat System – sie richtet sich gegen alle die prekär sind. Gegen
alle die von einen konstruierten gesellschaftlichen Normbild abweichen. Dabei beschränkt sich
diese Art von Politik nicht nur auf die Universitäten – auch Schulen und generell alle Bereich des
Lebens sind von dieser Art von ausschließender Politik betroffenen. Geben wir der Politik von
türkis/grün einen Namen: Menschenverachtend. Ausschließend. Feindlich gegen Randgruppen.
Gegen Diversität. Rassistisch. Neoliberal. Kapitalistisch. Scheiße.
Wir sind hier und wir sind laut – weil man uns die Bildung Klaut!
Wie kommen wir weg davon? Hin zu einer anderen Gesellschaft?
Bildung – Brennt ist ein Ansatz unter vielen – wir stehen für eine übergreifende Basisorganisierung
im Bildungsbereich. Wir finden es wichtig, das sich Studierende, Lehrende, Schüler_innen,
Angestellte an Bildungseinrichtungen ebenso wie Personen, die außerschulische Bildungsarbeit
machen, zusammentun und Kampfformen gegen diese Zustände finden. Diese Missstände betreffen
uns alle. Ebenfalls betreffen uns die Missstände in anderen Gesellschaftlichen Bereichen. Wenn wir
uns vielfältig, divers und basis-organisiert zusammentun können wir den gesellschaftlichen
Verhältnissen - all dem was Scheiße läuft - etwas entgegensetzen. Wir finden Handlungsräume,
entdecken das wir gemeinsam mehr bewirken können und stemmen und somit gegen die
Vereinzelung in der Gesellschaft. Wir sind zwar unterschiedlich Betroffen von Scheiße aber wir
können uns alle gegenseitig darinnen Unterstützen diesen Zustand zu überwinden! Mitwirken dabei
ist willkommen! Damit die neoliberale ausschließende Politik der alten, und jungen weißen Männer
keine Zukunft hat!
Eure Kinder werden so wie wir,
eure Kinder werden alle queer!
Wir setzen uns für ein Miteinander ein, in dem Mitbestimmung gestärkt wird. Wir sind für eine
Gesellschaft in der es nicht um Leistung geht.
Schneller ! Höher ! Weiter ! hat uns an den Punkt gebracht, an dem wir gerade stehen: wir befinden
uns in einer Situation, in der weltweit mehr Ressourcen verbraucht werden als der Planet tragen
kann. Wir stehen vor einer massiven gesellschaftlichen Klimakrise, die menschengemacht ist und
weltweit katastrophale Folgen mit sich ziehen wird.
Systemchange not Climatechange!
Wir stecken inmitten einer Pandemie, in der die Politik versagt treffende Maßnahmen zeitgerecht
einzusetzen. Bereiche wie Kultur, Soziales, Bildung, Wohnen, Gesundheit und Wissenschaft sind
seit Jahren unterfinanziert, stellen aber eine Basis unser allen Lebens und gesellschaftlichen
Zusammenhalts dar. Diese Bereiche müssen ausfinanziert werden.
Wir stehen hier - für eine Welt, die gutes Leben – für Alle - möglich macht. Eine Basis, die es
ermöglicht angstfrei zu leben – unabhängig von Herkunft, Vermögen oder Aussehen. In Zeiten, in
denen gesellschaftlich in vielen Zusammenhängen die Gefahr von Konflikten droht, ist Bildung die
Stütze für eine solidarische Gesellschaft. Es gilt gesellschaftliches Miteinander zu fördern. Wir
selbst verstehen uns als aktive Menschen die sich dafür einsetzen, ein besseres Miteinander zu
ermöglichen. Das heißt aktiv zu sein, gegen jede Art von Ausschluss, gegen Faschismus und Hass.
Alerta – alerta – antifascista!
Dafür braucht es mehr Gerechtigkeit. Ohne gesellschaftliche Umverteilung und eines weltweiten
Miteinander gibt es keine solidarische Zukunft. Wir sind für eine Welt in der sich alle frei bewegen
können, in der Krieg, Terror und und Ungerechtigkeit hinter uns gebracht werden.
No – border – no nation – stop deportation.
We are here, and we will fight – Freedom of movementis everybody’s right!
Kein Mensch ist illegal, Bleiberecht überall!
Für eine Welt in der es freien Zugang zu allem gibt, was Menschen grundsätzlich zum Leben
brauchen, in der verantwortungsvoll und achtsam miteinander umgegangen wird.
Für eine Welt, in der keine Person über andere bestimmen oder verfügen kann, in der alle die
Möglichkeit haben gemeinsam Gesellschaft zu gestalten.
Was wir wollen ist nicht viel,
Selbstbestimmung ist das Ziel
Und – solange es gesellschaftlich keine guten und fairen Bedingungen für alle Menschen gibt
werden wir protestieren. Bildung ist keine Ware! Eine andere Welt ist nötig.
Freie Bildung für alle – Bildung brennt!
Bildung – brennt!