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Freier Eintritt für Studierende

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Eine Kooperation der ÖH Uni Wien, der Uni Wien und des Jüdischen Museum ermöglicht allen Studierenden in Wien den kostenlosen Besuch der Ausstellung "Die Universität. Eine Kampfzone" - ein wichtiges Thema, zu dem die meisten von uns vermutlich zu wenig wissen.
 
"Die Universität als jüdisches Hoffnungsgebiet und Ort blutiger Pogrome." Eine Erzählung über Inklusion und Exklusion aus jüdischer Perspektive. Eine Ausstellung über 650 Jahre jüdisch-universitäre Beziehungsgeschichte in Wien.
Führungen durch die Ausstellungen gibt es jeweils Dienstag, 26.1., 9.2., 23.2., 8.3. und 22.3. um 16.30 Uhr. Bitte um Anmeldungen an: kultur[ät]oeh.univie.ac.at.
 
Als Rudolf IV. die Universität Wien als katholische Bildungsstätte gründete, hatten die Wiener Juden bereits ihr eigenes Bildungssystem in der Stadt etabliert. Nach ihrer Vertreibung 1421 wurde ihr geistiges Zentrum, die Synagoge am heutigen Judenplatz, abgerissen. Mit den Steinen baute sich die Wiener Universität ein neues Gebäude. 1782 oder 417 Jahre nach ihrer Gründung öffnete Kaiser Joseph II. die Universität für die bis dahin ausgesperrten Juden. Hundert Jahre später trugen jüdische Wissenschaftler mit bahnbrechenden Forschungen zur Glanzzeit der Wiener Universität bei. Als 1897 die Philosophische Fakultät der Universität Wien in ihrem 532. Jahr die Tore auch für Frauen öffnete, stellten Jüdinnen sofort ein Viertel der Studentinnen.
Die Universitäten waren zum Hoffnungsgebiet der stark wachsenden jüdischen Bildungsschicht geworden, entpuppten sich jedoch bald als brutale Kampfzone: Ab den 1880er-Jahren nahmen Übergriffe durch antisemitische Studenten drastisch zu, ab der Ersten Republik fanden regelrechte Pogrome statt. Nationalsozialistische Studenten und deutschnationale Rektoren versuchten, die Zahl der Jüdinnen und Juden an den Universitäten mit Schikanen und Gewalt zu reduzieren. Von dieser Politik des Ausschlusses mit allen Mitteln, die lange vor dem „Anschluss“ 1938 begann, haben sich die Wiener Universitäten bis heute nicht erholt."
 
Die Ausstellung ist noch bis 28. März 2016 im Museum Dorotheergasse 11 im 1. Bezirk zu besuchen. 
 
Führungen durch die Ausstellungen gibt es jeweils Dienstag, 26.1., 9.2., 23.2., 8.3. und 22.3. um 16.30 Uhr. Bitte um Anmeldungen an: kultur[ät]oeh.univie.ac.at.

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