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Neue Einreisebeschränkungen

Information zu den neuen Einreisebeschränkungen

Die Bundesregierung plant Einreisebeschränkungen für die Weihnachtsferien - welche Konsequenzen hat diese Regelung für ausländische Studierende:

In der Pressekonferenz am 2.12.20. verkündet die Bundesregierung starke Reisebeschränkungen, die von 19. Dezember - 10. Jänner gelten sollen. Dabei sollen Einreisende aus Staaten mit einer 7-Tage-Inzidenz höher als 100 (pro 100.000 Einwohner)zu eine Quarantäne von zehn Tagen verpflichtet werden. Ein sogenanntes "Freitesten" soll erst nach 5 Tagen ermöglicht werden. Betroffen wären damit alle Nachbarstaaten Österreichs, auch jene mit viel geringern Infektionszahlen. 

Diese Regelungen würden tausende, zu ihren Familien heimreisende, Studierende betreffen. 

Legitimiert werden sie folgendermaßen: "[wir]haben dann durch Reiserückkehrer, und insbesondere auch durch Menschen, die in ihren Herkunftsländern den Sommer verbracht haben, uns Ansteckungen wieder ins Land hereingeschleppt" ,  so Kanzler Kurz bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Diese Begründung ist nicht nur faktisch falsch, da Österreich eine der höchsten Infektionsraten in Europa aufweist, sondern wirkt überdies extrem polarisierend. Es wird hier konkret gegen Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft gehetzt, und das, obwohl einer der zentralen Infektionsherde in Europa Ischgl war.

Viel Studierende stehen jetzt vor der Entscheidung: Familienbesuch mit Quarantäne oder die Feiertage alleine verbringen. Die Regelungen erhöhen einmal mehr den aufgrund des Lockdowns, Home Learnig, präkeren finanziellen Situationen und der anstehenden UG Novelle ohnehin schon starken psychischen Druck für Studierende.

Die Regierung betreibt hier kein faktenorientiertes Krisenmanagement, sondern kümmert sich wieder einmal vorwiegend um die mediale Selbstinszinierung nach Außen.