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ÖH Uni Wien spricht sich gegen Israeli Apartheid Week von BDS aus

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Gegen jede Form von Antisemitismus 
 
Die ÖH Uni Wien spricht sich gegen den vom BDS-Zusammenschluss (Boycott - Disvestments - Sanctions) geforderten Boycott Israels und kooperierender Institutionen aus: "Als Studierendenvertretung ist es uns wichtig, gerade den akademischen Boykott Israels zu kritisieren, denn dieser schließt israelische Wissenschaftler_innen in ihrer Gesamtheit aus dem akademischen Diskurs aus", so das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Bei BDS handelt es sich um eine stark studentisch geprägte Bewegung. Es häufen sich vor allem an US-amerikanischen Universitäten Vorfälle antisemitischer Gewalt, die in direktem Zusammenhang mit BDS und der Israeli Apartheid Week stehen: Lehrveranstaltungen von jüdischen Professor_innen werden regelmäßig gestört, als Jüdinnen* und Juden* ausgemachte Studierende werden am Campus belästigt, die Feindschaft gegenüber der Existenz Israels wird durch das Verbrennen von Israelfahnen ausgedrückt. 
 
"Auch in Europa steht antisemitische Gewalt an der Tagesordnung", unterstreicht Camila Garfias (VSStÖ) vom Vorsitzteam. Die Zahl der Juden* und Jüdinnen*, die sich in Frankreich nicht mehr sicher fühlen und nach Israel auswandern, hat sich seit 2012 jährlich verdoppelt und stand 2014 bei 7000 Personen im Jahr. Antisemitische Ausschreitungen gegen den Fußballverein Maccabi Haifa in Salzburg, Angriffe auf jüdische Geschäfte in Paris oder antisemitische Parolen vor Synagogen in Deutschland sind nur wenige Beispiele dafür, dass Antisemitismus nach wie vor Alltag ist. 
 
"Als Studierendenvertretung an der Universität Wien verurteilen wir jede Form von Antisemitismus, sowohl in Form von deutschnationalen Burschenschaften als auch in neuem Gewand von BDS", betont Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam. Die FPÖ versucht heutzutage, sich als Kämpferin gegen Antisemitismus auszugeben. Dies ist allein schon aufgrund ihrer Verbindungen zum organisierten Rechtsextremismus nichts anderes als Heuchelei, die Rassismus eine Plattform bietet. "Antisemitische Karikaturen und die Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus gehören in der FPÖ zur Tagesordnung und zeigen deren Charakter", so auch Jana Reischl (KSV-Lili) vom Vorsitzteam. 
 
Die ÖH Uni Wien tritt Antisemitismus, wo er sich zu erkennen gibt, immer entschieden entgegen.