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Skandalöses Monument der "Trümmerfrauen" heute von Strache enthüllt

Fotografie von der verhüllten Skulptur

Heute fand die Enthüllung eines Denkmals gegenüber der Hauptuniversität statt, das an die „Österreichischen Trümmerfrauen“ erinnern soll . Vizekanzler Strache enthüllte dieses revisionistische Monument auf dem Grundstück des Akademischen Turnerbundes bei der Mölkerbastei. Die rechtsextreme FPÖ bedient hier wieder einmal ein revisionistisches Narrativ, das in der Neonaziszene und der extremen Rechten sehr beliebt ist, da es dazu dient von der eigenen Tätervergangenheit abzulenken und den österreichischen Opferstatus herbei zu konstruieren. Der Mythos der Trümmerfrauen wurde mehrfach widerlegt und seine Ursprünge auf den Wunsch zurückgeführt, positive Vorbilder aus der NS-Generation liefern zu können und sich von der Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus freizusprechen.

Der von der FPÖ ausgewählte Zeitraum zwischen 1943 und 1954 zeigt deutlich, dass es den Stiftern des Denkmals nicht um Fakten sondern schlicht um das Schönfärben der österreichischen Zeitgeschichte geht. Bis 1945 wurden Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge gezwungen Aufräumarbeiten zu verrichten. Nach 1945 handelte es sich meist um Arbeitslose, Kriegsgefangene und v.a. ehemalige NSDAP-Mitglieder. Nur wenige Personen verrichteten diese Tätigkeiten ohne Zwang.