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Studiengebühren an Universität Wien für Studierende aus vielen Ländern verdoppelt

Studiengebühren für Studierende aus Drittstaaten

Weitere Hürde für Studierende aus Drittstaaten reiht sich ein in Reihe von Verschärfungen

 Die Universität Wien hat eine Erhöhung des Studienbeitrages für viele Nicht-EU-Studierende ab dem Sommersemester 2018 beschlossen. “In Kombination mit der Neuregelung der anerkannten Deutschprüfungen für Studierende aus Drittstaaten zur Zulassung zum Studium ist dies nun eine weitere Hürde. Es scheint so, als hätte die Uni Wien es sich zum Ziel gemacht, möglichst viele ausländische Studierende vom Studium fernzuhalten”, ist Lena Köhler (GRAS) vom ÖH Vorsitzteam erzürnt.

Studierende, die aus Ländern wie Indien, Mazedonien oder Bosnien und Herzegowina, aber auch aus dem Irak, Iran oder Syrien kommen, müssen im kommenden Semester standardmäßig doppelte Studiengebühren in der Höhe von 745,02 (inkl. 19,20€ ÖH-Beitrag) bezahlen. Bisher fielen die “einfachen” Studiengebühren (382,56€) an. “Diese neue Regelung trifft wieder eben jene Studierenden, welche bereits durch die geänderten Anforderungen zum Nachweis der Deutschkenntnisse vor großen Unsicherheiten stehen”, bekräftigt Sandra Velebit (VSStÖ) aus dem Vorsitzteam.

Die Uni Wien argumentiert diese Änderung als Vereinheitlichung der Studienkosten. Frederike Schuh (KSV-LiLi) vom Vorsitzteam dazu: “Die erhöhten Studiengebühren erschweren es jungen Menschen aus Krisengebieten zusätzlich, sich hier ein neues Leben aufzubauen.” Die ÖH Uni Wien fordert die Abschaffung von Studiengebühren für alle Länder und eine Vereinheitlichung der Bestimmungen, wie sie auch für österreichische und EU-Studierende gelten. Das Vorsitzteam ist sich einig: “Wir fordern nach wie vor freien und offenen Hochschulzugang für alle, ungeachtet ihrer Herkunft!”