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Kritische Einführungstage

Kritische Einführungstage 2019 
 

Wie jedes Jahr veranstalten wir als Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) an der Uni Wien zu Semesterbeginn die Kritischen Einführungstage.  
In dem facettenreichen Programm aus Workshops, Vorträgen, Filmscreenings, etc. gibt es die Möglichkeit inhaltlich, wie auch praktisch, sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen und neue Menschen kennenzulernen! Ziel ist es, Raum für eine kritische Reflexion mit Universität und Gesellschaft zu ermöglichen. 
 
Außerdem schaffen wir einen Gegenpol zu den rechten Tendenzen an der Uni und in der breiten Gesellschaft und stellen uns klar und deutlich gegen menschenfeindliche Ideologien aller Art.  
Neben der ÖH Uni Wien als Hochschulvertretung beteiligen sich wie die letzten Jahre auch schon die Basis- und Institutsgruppen an den Kritischen Einführungstagen.

 

Programm 

 

15.10.2019, 16:45 - 20:00  Einführung in Feminismus und Medien

16.10.2019, 16:45 - 18:15  Ohne geschichtlichen Wert“: Die nationalsozialistische Verfolgung
                                                      der Homosexuellenin Wien

16.10.2019, 15:00 - 16:30  Peace-war-Peace

16.10.2019, 13:00 - 16:00 Ziviler Ungehorsam? Wie und warum?

17.10.2019, 15:00 - 16:30 You get what you pay for

17.10.2019, 16:00 - 18:00  BIPOC Empowerment

17.10.2019, 18:30 - 20:00  Nachwahlanalyse

18.10.2019, 11:00 - 18:00 Linke Messe

18.10.2019, 15:00 - 18:00 (queer)feministischer D.I.Y. & D.I.T. Bastelworkshop

18.10.2019, 15:00 - 18:00 Graffitiworkshop

18.10.2019, 18:30 - 21:00 Filmscreening: So, Which Band is your Boyfriend in?

20.10.2019, 14:00 - 16:30 Antifaschistischer Spaziergang am Zentralfriedhof

21.10.2019, 16:45 - 18:15 Wohn- und Raumpolitik in Wien - Wer geht hier leer aus?

22.10.2019, 10:00 - 18:00 Israels Demokratie und der Nahostkonflikt

22.10.2019, 18 30 - 20:00 Die dritte Dimension des Periodensystems

23.10.2019, 11:00 - 12:30 Kritische Uniführung

23.10.2019, 16:45 - 20:00 Antirassistische Kämpfe in Österreich

24.10.2019, 16:45 - 20:00 Workshop zu kritischer Prozessbeobachtung

25.10.2019,   9:00 - 12:00 Workshop zu kritischer Prozessbeobachtung

25.10.2019, 18:30 - 20:30 Ausgerechnet Israel - Podiumsdiskussion mit der Redaktion der Jungle World

28.10.2019, 13:00 - 17:30 Inter*, nicht-binär, trans! Workshop für Empowerment und Solidarität

28.10.2019, 16:45 - 20:00 Ist demonstrieren verboten? Rechtsinfos für Studierende

28.10.2019, 18:00 - 21:00 encrypt all the things - Tipps & Tricks zur digitalen Selbstverteidigung

29.10.2019, 16:45 - 18:15 Bildung und Widerstand in neoliberalen Gesellschaftsverhältnissen

30.10.2019, 16:45 - 20:00 „Stop Deportations!“

 

 

 

 

Einführung in Feminismus und Medien
Mit Jaqueline 15.10.2019, 16:45 - 20:00 Ort: AK Raum, Stiege 5 im WUK
Was macht ein Medium „feministische“? Wie erkenne ich sexistische Muster im Mainstream? Und wie mache ich alles besser? Diese Fragen werden in diesem Basis-Workshop erarbeitet. Mit vielen Praxisbeispielen und interaktiv – mitmachen und Fragen stellen erwünscht! 
Jaqueline ist Feministin und Medienaktivistin und arbeitet beim Freien Radio ORANGE 94.0 insbesondere im Bereich Medienkritik. 

„Ohne geschichtlichen Wert“: Die nationalsozialistische Verfolgung der Homosexuellen in Wien
Mit Hannes Sulzenbacher QWIEN 16.10.2019, 16:45 - 18:15 Ort: Hörsaal D, Spitalgasse 4, Campus Hof 10

 „Ohne geschichtlichen Wert“: Die nationalsozialistische Verfolgung der Homosexuellen in Wien Auch nach dem „Anschluss“ im März 1938 blieb der bereits 1852 erlassene § 129 I des Österreichischen Strafgesetzes, der „Unzucht mit Personen desselben geschlechtes“ pönalisierte, in Kraft. Neben der Kriminalpolizei arbeitete nun auch die neuerrichtete Abteilung II der Gestapo Wien an der Ausforschung Homosexueller. Die Verhaftungs- und Verurteilungszahlen schnellten nach oben, ebenso wie die Dauer der verhängten Haftstrafen, nach denen die Einweisung in ein Konzentrationslager drohte. Auch nach der Befreiung vom Nationalsozialismus, bis 1971, wurden Männer und Frauen wegen einvernehmlichem Sex ins Gefängnis gesperrt. Erst 2005 wurden Homosexuelle als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Ungefähr um diese Zeit begann die Gemeinde Wien, ein Mahnmal zur Erinnerung an diese Opfergruppe vorzubereiten, ein Prozess, der im ersten Anlauf scheiterte. Nach vier temporären Erinnerungszeichen läuft nun die Ausschreibung für ein neues Wiener „Homo-Mahnmal“. 
Hannes Sulzenbacher, freier Ausstellungskurator und Co-Leiter von QWIEN – Zentrum für queere Geschichte; derzeit Leiter des wissenschaftlich-kuratorischen Teams der Neuaufstellung der österreichischen Ausstellung in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. 

Peace-war-Peace
Mit Manu und Sophie organisiert von Stugeru 16.10.2019, 15:00 - 16:30 Ort: Seminarraum 3, AAKH, Campus Hof 7 
Wir wollen mit den Teilnehmenden Peace-War-Peace, eine aus internationalen Friedenscamps mitgebrachte Methode, durchführen. Zum einen soll die Relevanz von Frieden für unsere Gesellschaft hervorgehoben werden, zum anderen soll auf 
einer emotionalen Ebene verdeutlicht werden, was Krieg bedeuten kann. Anschließend wird das ganze in einer Diskussion aufgearbeitet und wir stellen unsere Initiative, die Studierenden gegen Rüstungsforschung, vor. Für uns ist es wichtig eine Verbindung zwischen Umweltschutz und Frieden zu ziehen und aufzuzeigen, dass beides Hand in Hand gehen muss. Die Methode kann sehr emotional sein und eignet sich um mit verschiedenen Gruppen die Bedeutung von Frieden zu veranschaulichen. Besonders mit jüngeren Gruppen ist jedoch eine längere Aufarbeitungszeit notwendig. 

Ziviler Ungehorsam? Wie und warum?
Mit Laura Grossmann von System Change, not Climate Change 16.10.2019, 13:00 - 16:00, Ort: Harry Spiegel Saal,  Währingerstr. 59, Stiege V, 1. Stock

In Zeiten der wachsenden Ungerechtigkeiten und immer bedrohlicher werdenden Klimakrise wird das Thema Ziviler Ungehorsam immer präsenter. Ende Gelände, VGT, Greenpeace, Offensive gegen Rechts, Extinction Rebellion, ... diese und mehr Gruppen übertreten imer wieder bewusst Gesetze, um ihren Botschaften Nachdruck zu verleihen. Alle auf ihre eigene Art, mit ihrer eigenen Philosophie und Verständnis von Wandel. 
Im Eifer des Gefechts und unter dem ständigen Zeitdruck, dem zivilgesellschaftliche Gruppen ausgesetzt sind, bleibt leider oft wenig Zeit, das eigene Handeln zu reflektieren. 
In diesem Workshop werden wir uns ein bisschen mit der Geschichte und Theorie von Zivilem Ungehorsam auseinandersetzen und viel diskutieren und uns über unsere Erfahrungen (so welche vorhanden), Ängste und Hoffnungen austauschen. Dazu laden wir alle herzlich ein, die ZU ausüben, es gerne täten oder einfach mehr darüber hören wollen! 

You get what you pay for
Mit Manu und Max organisiert von Stugeru 17.10.2019, 15:00 - 16:30 Ort: Seminarraum 15, Oskar Morgensternplatz 1, 3 OG 
Im Workshop Forschungsfinanzierung wollen wir gemeinsam erarbeiten warum, wo, welche Forschung finanziert wird und wie Forschungsgelder verteilt werden. Die Frage nach dem "Woher kommt meine Finanzierung" ist weitreichender als oft gedacht und prägt sowohl Gesellschaft als auch Wissenschaft. In diesem Kontext wollen wir auch dediziert über Rüstungsforschungsprojekte an österreichischen Hochschulden sprechen und wo der Handlungsspielraum von Studierenden und Studierendenvertreter*innen liegt. Außerdem wollen wir uns, die Gruppe "Studierende gegen Rüstungsforschung" kurz vorstellen und einen Ausblick auf laufende, kommende und mögliche Maßnahmen geben. 
Wir freuen uns auf spannende Diskussionen und motivierte Menschen die sich mit der Thematik Forschungsfinanzierung und Rüstungsforschung kritisch auseinandersetzen möchten. 

BIPOC Empowerment
Mit Parissima Taheri-Maynard und Farah Saad organisiert vom Frauen*referat 17.10.2019 16:00 - 18:00 Ort:U5, Universitätsstraße 5, hintere Treppe, erste Tür rechts 
Der Workshop richtet sich an Schwarze Studierende und Studierende of Color, weil wir uns in einer weißen Institution, wie sie es die Universität Wien historisch und aktuell ist, zusammenschliessen und bestärken können und wollen. Wegen bestimmten geteilten Erfahrungsräumen möchten wir, als zwei Women of Colour, unsere Überlebensstrategien mit Euch teilen, aber auch von Euch und Euren Praxen lernen. 
Dieser Workshop soll ein safer space sein, in dem wir über unsere Erfahrungen sprechen können, sowie über unsere kollektiven Strategien, sodass wir gestärkt und vernetzt das Semester starten können. 

Nachwahlanalyse
Mit Natascha Strobl 17.10.2019 18:30 - 20:00 Ort: C2, AAKH, Campus Hof 2 
Der Wahlkampf und die Wahlnacht sind eine interessante Arena rhetorischer Strategien. In diesem Vortrag beleuchtet Natascha Strobl die unterschiedlichen Erzählungen und analysiert die Strategien der Parteien, insbesondere jene des wahrscheinlichen Wahlsiegers Sebastian Kurz, der sich großzügig am rhetorischen Arsenal von Jörg Haider bedient. 
Natascha Strobl ist Politikwissenschaftlerin aus Wien und analysiert die Rhetorik der (extremen) Rechten. Auf Twitter sind diese unter #NatsAnalyse zu finden. 

Linke Messe
18.10.2019 11:00 - 18:00 Ort: Hof 2, Spitalgasse 2, 1090 Wien

Bei schlechtem Wetter ziehen wir in das Foyer C1 Hörsaal um
 

Ihr seid neu in Wien und wollt einen Überblick bekommen, was hier so los ist?
Ihr sucht eine Gruppe, bei der ihr mitmachen könnt?
Dann kommt zur Linken Messe!
Wir haben viele spannende Aussteller*innen eingeladen.
Bei denen könnt ihr euch informieren, vernetzen oder einfach nur Aufkleber mitnehmen. Von Antifagruppen über Geflüchteteninitiativen bis zu beratenden Referaten für eurer Studium wird hier ein breites Spektrum jener Gruppen vertreten sein, die die Stadt so interessant machen.
bisher zugesagte Gruppen:
Asyl in Not
Rote Hilfe Wien
Prozess.report
Rosa Antifa Wien
Anschläge Redaktion
Radio Orange
epicenter works
unter palmen
Malmö Zeitung
KZ Verband
fida Vienna Roller Derby Wilde Liga
Referat für feministische Politik (OEH BV)
queer-referat (Oeh BV
Referat für Soziales (Oeh BV)

Ausserdem habt ihr die Möglichkeit den (queer)feministischer D.I.Y. & oder den D.I.T. Bastelworkshop und einen Graffitiworkshop zu besuchen. Beide finden jeweils von 15 bis 18 Uhr statt. Um 18.30 laden wir euch zum Filmscreening ein. Gezeigt wird die Doku „So, Which Band is your Boyfriend in?. Wir freuen uns auf euch!

(queer)feministischer D.I.Y. & D.I.T. Bastelworkshop
Mit Rosa Antifa Wien 18.10.2019 15:00 - 18:00 Ort: ÖH Uni Wien, AAKH, Campus Hof 1 
Der öffentliche Raum ist ein Raum in dem politische Kämpfe ausgetragen werden. Die Zahl der rassistischen Schmierereien und Nazi-Aufkleber nimmt zu. Der öffentliche Raum wird stetig kommerzialisiert, vermehrt kontrolliert und reproduziert gesellschaftliche Ausschlüsse und nicht jede_r kann sich darin frei/sicher bewegen. Graffiti, Plakate, Sticker und Street Art hinterfragen diese Verhältnisse und können Mittel von feministischen, antirassistischen oder antifaschistischen Interventionen sein. Sie bieten die Möglichkeit sich Raum anzueignen und auch auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Nur wie funktioniert das mit Stencils, Paste-Ups und Co? Wir wollen in diesem kleinen D.I.Y. ( Do it yourself) and D.I.T. (Do it together) Workshop gemeinsam Ideen sammeln, Motive designen und an der Umsetzung basteln. Also bringt eure Ideen mit, damit wir gemeinsam bei Tee & Kuchen uns an die Arbeit machen. 
Der Workshop ist open4all Genders 

Graffitiworkshop
Mit feminist killjoy 18.10.2019 15:00 - 18:00 Ort: AAKH, Campus Hof 2
In unserem praktischen Workshop wollen wir gemeinsam ein Piece kreieren und dabei Basics über die Arbeit mit Spraydosen und Graffitis vermitteln. Vorerfahrungen sind keine notwendig. Es ist aber auch kein Problem, wenn du schon Erfahrungen im Umgang mit Dosen hast. Der Workshop ist offen für alle Geschlechter und eingeschränkt in der Teilnehmer_innenzahl. Aus unserem feministischen Anspruch heraus und der Tatsache, dass die Graffitiszene hauptsächlich (cis) männlich dominiert ist werden FLINT-Personen bevorzugt. 
Bitte kommt pünktlich, wenn ihr mitmachen wollt. Maximale Teilnehmer_innenzahl sind zwölf Personen 

Filmscreening: So, Which Band is your Boyfriend in?
(Originalfassung mit englischem Untertitel) Mit Suzy Harrison 18.10.2019, 18:30 - 21:00 Ort: Hörsaal A, AAKH, Campus Hof 2 
This documentary features the views of a range of women/gender-fluid individuals from all walks of life within the UK music scene. It looks at how and why people get involved in music, the positive and the not-so-positive experiences, and the possible ways we can change things. 

Antifaschistischer Spaziergang am Zentralfriedhof 
Mit Rosa Antifa Wien 20.10.2019, 14:00 - 16:30 Ort: Tor 1, Zentralfriedhof (Bim-Linien 6, 11, 71) 
An etlichen Stellen des Wiener Zentralfriedhof finden sich Hinweise auf antifaschistischen Widerstand und auf Widerstand und Verfolgung während des Nationalsozialismus und Austrofaschismus, aber auch auf die Fortwirkung des Nazismus nach 1945. 
Wir wollen einige dieser Orte besuchen und deren Geschichte und Hintergründe erkunden. Es soll ein Einblick gegeben werden, welche Erinnerungskultur und Gedenkzeichen an die Peripherie der Stadt"verräumt" wurden bzw. gerade hier entstehen konnten. 
Hinweis: eventuell an gute Schuhe, warme Kleidung, Regenschutz, Essen & Wasser denken. Alles ebenerdig und rollstuhlgerecht, insgesamt. rund 2,5 Kilometer zurückzulegen. 

Wohn- und Raumpolitik in Wien - Wer geht hier leer aus?
Mit _willi Hejda 21.10.2019, 16:45 - 18:15 Ort: Wolke, Augasse 2-6, 4.Stock, Raum C4.26.9 
Wer und wie Zugang zu Raum hat ist eine grundsätzliche Gesellschaftsfrage. (Wohn)Raum ist etwas was für alle gleichermaßen notwendig ist. Stadt_raum eine Fläche an der laufend Verhandlung zwischen privat und öffentlich, zwischen Regulierung, Kontrolle und Selbstbestimmung statt findet. Wer kann sich welchen Raum leisten, wer hat überhaupt Zugang zu Raum und welche Hürden gibt es am Weg zu WG-Zimmer, Mietwohnung, Eigentum oder selbstverwalteten Haus. Wie funktioniert Wohnen als Wahre, was ist „Betongold“ und was können Strategien gegen steigende Mieten, Zwangsräumung und Gentrifizierung sein? Ein Input mit Diskussionsraum zur Wiener Wohnungspolitik und allgemein zu Raumpolitik in Wien. 
_willi Hejda ist (Gegen)Kulturarbeiter_in und in diversen Kontexten aktiv. Hen war u.a. im Vorstand der IG Kultur Wien sowie der ÖH_akbild aktiv. Aktuell ist _willi bei macuco sowie im mobilen Infoladen "biblio:media>take" organisiert. Neben Aktivitäten für ein „Recht auf Stadt“ ist es _w ein Anliegen, sich für ein „gutes Leben für Alle“ einzusetzen. 

Israels Demokratie und der Nahostkonflikt
Mit Alexander Steder und Jörg Rensmann vom Mideast Freedom Forum 22.10.2019, 10:00 - 18:00 Ort: Harry Spiegel Saal Stiege V 1. Stock, Währinger Straße 59, 1090 Wien
Der Fokus des Workshops liegt darauf, Israel als demokratischen Staat vorzustellen, dessen jüdisch-nationale Gründungsbewegung – der Zionismus – parallel zu anderen nationalen Bewegungen im 19. Jahrhundert entstanden ist und nach der Shoah in eine Staatsgründung mündete. Zielt ist es, die Handlungssicherheit der Teilnehmer_innen im Umgang mit israelfeindlichen und antisemitischen Äußerungen zu stärken. Vorwissen ist keine Voraussetzung um am Workshop teilnehmen zu können. 

Die dritte Dimension des Periodensystems
Mit Katharina Al-Shamery organisiert von IG Chemie /STV Chemie 22.10.2019, 18 30 - 20:00 Ort: Carl Auer von Welsbach Hörsaal, Währinger Straße 42, 1090 Wien 
Vor 150 Jahren publizierten Dimitri Iwanowitsch Mendelejew und Lothar Meyer fast zeitgleich ihre Ergebnisse zur Anordnung der Elemente im bis heute modernen Periodensystem, ein Jubiläum, das in diesem Jahr gefeiert wird. Dabei korrelierten sie dessen Periodizität mit dem Aufbau der Elektronenhülle der Atome, wobei die Valenzelektronen zu ähnlichen Eigenschaften der Elemente einer Gruppe beitragen. Mit Beginn der systematischen Untersuchungen zu nanodimensionierten Atomaggregaten zeigte sich bald, dass die Eigenschaften eines Systems auch davon abhängen, wieviele gleichartige Teilchen miteinander verknüpft sind und wie groß der Anteil der Oberfläche im Vergleich zum Volumen ist. Mit jedem zusätzlichen Atom in einem Aggregat ändern sich die Eigenschaften kontinuierlich bis zu Größen von etwa 100 nm. Makroskopische Goldklumpen schmelzen z.B. bei 1064 °C. Der Schmelzpunkt von Nanopartikeln sinkt dagegen kontinuierlich. 3 nm große Partikel, die in etwa eine gleichgroße Anzahl Oberflächenatome im Vergleich zum Volumen aufweisen, haben einen Schmelzpunkt um 248 °C. Nanomaterialwissenschaftler sprechen daher im Kontext der Partikelgröße von der dritten Dimension des Periodensystems. Auch die Form der Atomaggregate ist wichtig, ob sie beispielsweise als runde, dreieckige, würfelförmige, fraktale oder sternförmige Anordnungen, Triangeln, oder Ketten vorliegen, ob sich Aggregate aus Nanopartikeln bilden oder in zweidimensionalen Schichten vorliegen, führt zu unterschiedlichen Eigenschaften. So kann nanodimensioniertes Gold Farben wie z.B. rot oder blau haben, je nachdem, wie groß die sphärischen Nanopartikel sind. Periodisch angeordnet kann man tief schwarze Farben erzeugen, künstliche Chamäleonhaut mit schaltbaren Farben herstellen oder einen Gegenstand in einem bestimmten Frequenzbereich sogar unsichtbar machen. Während Gold normalerweise chemisch inert ist, wird es in Dimensionen unter 10 nm katalytisch aktiv. Der Vortrag zeigt am Beispiel Gold die vielfältigen Möglichkeiten der Nanowissenschaften, diskutiert aber auch mögliche Risiken. 

 

Kritische Uniführung
Institutsgruppe Geschichte & Referat für Antifaschistische Gesellschaftskritik und Sport. 23.10.2019, 11.00Uh. Treffpunkt: Aula der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien         Die Uni Wien ist der Ort an dem wir studieren, aber nicht nur das. Sie ist auch ein Ort der Erinnerung. Doch wie wird an was errinnert? Wie wird mit Rechtsextremismus und Faschismus umgegangen? Mit einer Führung durch das Hauptgebäude wollen wir einen kritischen Blick auf die Vergangenheit und Gegenwart der Uni Wien werfen und natürlich auch das Gebäude besser kennenlernen. Wir freuen uns auf dich!                                                                          

 

Antirassistische Kämpfe in Österreich
Mit Kübra Atasoy von Asyl in Not 23.10.2019 16:45 - 20:00 Ort: Seminarraum 16, Oskar Morgensternplatz 1, 3 OG 
Zusammen arbeiten heißt zusammen kämpfen. Die antirassistischen Mobilisierungen der letzten Jahrzehnte und die massive staatliche Repression gegen viele Aktivist_innen hat die Organisationsstruktur und den Aktivismus in Österreich nachhaltig geschwächt. Das Wissen um die Kämpfe, die Aktionsformen, die Repression, das Vorgehen des Staates und die Organisierungsformen geht verloren. Wie haben diese Kämpfe ausgesehen, wer hat sie geführt und wo sind die Protagonist_innen heute? Wer war Marcus Omofuma, woher kommen Migrant_innenstreiks? 
Wenn wir zusammen arbeiten und uns als Aktivist_innen auf Augenhöhe begegnen wollen, dürfen wir die Kämpfe der vergangenen Jahrzehnte nicht in Vergessenheit geraten lassen, sondern müssen von ihnen lernen. 
Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, in einem solidarischen Umfeld Wissen über antirassistische Organisierung in Österreich zu erwerben. 

Workshop zu kritischer Prozessbeobachtung
Mit prozess.report 24.10.2019, 16:45 - 20:00 ÖH Uni Wien, AAKH, Campus Hof 1 25.10.2019, 9:00 - 12:00 Landesgericht Wien, Wickenburggasse 22, 1080 Wien 
Wie politisch ist die Justiz? Was haben gesellschaftliche Spannungsfelder mit der Praxis im Gerichtssaal zu tun? Warum sind Anklage, Urteil und die Verfolgung durch den Staat davon beeinflusst? 
Im Zuge eines Workshops wollen wir gemeinsam verschiedene Ebenen der Justizpraxis in Österreich beleuchten. Anhand von bisherigen Prozessen werden wir die Kriminialisierung von Aktivismus, linken Protest und Widerstand diskutieren. Wir wollen verstehen, wie politische Hintergründe, Rassismus und Vorurteile die Rechtsprechung beeinflussen und wollen damit die scheinbare Unabhängigkeit von Justiz kritisch hinterfragen. 
Nach einem vorbereitenden Treffen am 24.10. besuchen wir am 25.10. ab 9:00 verschiedene Gerichtsprozesse im Wiener Landesgericht, um uns die Praxis anzuschauen und das Gelernte gleich auszuprobieren. Anschließend werden wir das Beobachtete besprechen und gemeinsam Strategien für eine kritische Prozessbeobachtung- und Berichterstattung erarbeiten. Es ist kein Vorwissen nötig. 

Ausgerechnet Israel - Podiumsdiskussion mit der Redaktion der Jungle World
Mit Jungle World organisiert von IG Powi /STV Powi 25.10.2019 18:30 - 20:30 Ort: Hörsaal A, AAKH, Campus Hof 2 
Kaum ein Land dieser Erde ist so mit Mythen und Projektionen im (linken) Alltagsverstand behaftet wie Israel. Wie immer der Aufklärung verpflichtet hat sich die Redaktion der Jungle World auf den Weg gemacht ins gelobte Land und jenseits von Vorurteil und distanzierter Expert:innenmeinung recherchiert. In ihrer moderierten Podiumsdiskussion stellen Mitglieder der Redaktion ihrer Recherchen vor, reden über den aktuellen Wahlkampf und die Regierungsbildung, die Situation von LGBTIQA*-im Land, das Los der Gewerkschaften und den neuen Entwicklungen bezüglich Mutterschaft und Reproduktionstechniken. 

Inter*, nicht-binär, trans! Workshop für Empowerment und Solidarität Mit NaGeh
Organisiert vom Frauen*referat 28.10.2019 13:00 - 17:30, wobei 16:30 - 17:30 inter*, nicht binär, trans only sind
Ort: Wolke, Augasse 2-6, 4.Stock, Raum C4.26.9

Inter*, nicht-binär, trans. Workshop für Empowerment und Solidarität Während Homophobie und Sexismus an Hochschulen offen der Kampf angesagt wird, werden Diskriminierungen gegen inter*, nicht-binäre und trans Personen oft schweigend hingenommen. Damit das nicht so bleibt, ist es wichtig, sich zu vernetzen und Handlungsstrategien miteinander zu teilen. Du bist neu an der Uni? Inter*, nicht-binär oder trans? Du bist nicht allein! Komm zum Workshop und triff deine Verbündeten. How to be an Ally? 
Der Workshop richtet sich nicht nur an inter*, nicht-binäre und trans Studierende, sondern auch an diejenigen, die uns beim Kampf gegen vorherrschende Machthierarchien unterstützen wollen. Was ist inter*? Was bedeutet nicht-binär? Und wie spreche ich mit einer trans Person? Diese Fragen – und wie du Menschen außerhalb normativer Geschlechtervorstellungen bestärken kannst, werden geklärt. Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, den Uni-Alltag für queere Menschen zu verbessern und gesellschaftliche Veränderungsprozesse voranzutreiben. 

Ist demonstrieren verboten? Rechtsinfos für Studierende
28.10.2019, 16:45 - 20:00 Ort: ÖH Uni Wien, AAKH, Campus Hof 1 
Oft hört man, dass es auf Demonstrationen zu Festnahmen und Gewalt durch die Polizei gekommen ist. Deswegen muss man sich von Demonstrationen nicht abschrecken lassen, es ist aber wichtig, zu wissen, was die eigenen Rechte sind und was die Polizei auf Demonstrationen darf. Wann darf die Polizei Ausweise verlangen, Rucksäcke durchsuchen, filmen verbieten, etc.? Wir wollen euch rechtliche Basic-Infos zu diesen Themen vermitteln und politische Strategien zum Umgang mit Repression besprechen. 

encrypt all the things - Tipps & Tricks zur digitalen Selbstverteidigung
Mit tech:babbel 28.10.2019 18:00 - 21:00 Ort: w23, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien 
Egal welche Partei den_die Innenminister_in stellt, die umfassenden Überwachungsbefugnisse – egal ob unter #schwarzblau oder #rotschwarz beschlossen – bleiben. Nutzen wir die kurze „Verschnaufpause“, denn: die nächsten Überwachungspakete kommen bestimmt! Ein tech:babbel Abend mit praktischen Tipps zur digitalen Selbstverteidigung. 
Ihr wollt endlich mal Browser und Smartphone abzusichern, oder von Whatsapp und Co auf Signal umsteigen? Gscheite Passwörter (ja, wir brauchen mehr als ein Passwort ;)) haben und Backups verschlüsseln, aber keine Ahnung wie? Damit es nicht nur bei guten Vorsätzen bleibt stehen wir mit Rat & Tat zur Seite. Wenn ihr eure Laptops, Smartphones, Festplatten, Charger etc. mitnehmt, können wir auch gleich in die Praxis übergehen. 
Open Door 18:00 – Beginn 18:30 - Bis ca. 21:00 Nach einem kurzen Intro gibts (je nach Interesse und Bedarf) Infos zu folgenden Themen: 
Browser – Einstellungen, Addons, ... Datenträger – verschlüsseln, löschen, Backups ... Messenger – Empfehlungen, Einstellungen, ... Smartphones – Apps, Berechtigungen, ... 
P.S.: Überwachung und Repression gibt es nicht nur mit schwarzblauem 
Innenministerium. Autoritäre, repressive Gesetze sind generell im Trend. Der Überwachungsstaat wird in Stellung gebracht und eingesetzt. Höchste Zeit also, sich in digitaler Selbstverteidigung zu üben. 

Bildung und Widerstand in neoliberalen Gesellschaftsverhältnissen
Mit Eva Borst 29.10.19, 16:45 - 18:15 Ort: C2, AAKH, Campus Hof 2 
Angesichts einer um sich greifenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche, angesichts der nun hinlänglich bekannten Zerstörung sozialer, kultureller und ökologischer Zusammenhänge und angesichts einer Refeudalisierung der Gesellschaft mit neokolonial-imperialistischen Zügen, stellt sich nicht nur die Frage, wie eine Re-Demokratisierung zu bewerkstelligen wäre, sondern mehr noch: Ist Widerstand gegen diese, sich bis in die Psyche hinein verlängerten Verhältnisse überhaupt möglich, wenn schon zaghafte Versuche, Alternativen zum herkömmlichen, neoliberalen Mainstream zu diskutieren, sich kaum durchsetzen können? Aus der bildungstheoretischen Perspektive ist unter der Voraussetzung, dass Menschen den Mut haben, ihre eigenen Interessen auch gegen autoritäre Strukturen zu verteidigen, Widerstand jeder Zeit möglich. 

„Stop Deportations!“
Mit stop deportations vienna 30.10.2019 16:45 - 20:00 Ort: Seminarraum 16, Oskar Morgensternplatz 1, 3 OG 
Abschiebungen sind ein zentraler Bestandteil des europäischen Grenzregimes. Für die Betroffenen bedeuten sie die Zerstörung von Lebensentwürfen, in vielen Fällen die existenzielle Bedrohung von Gesundheit und Leben. Täglich kämpfen Migrant*innen gegen ihre Abschiebung, meist fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit. Umso wichtiger ist es, diese Kämpfe aktiv zu unterstützen! Im Workshop werden Hintergrundwissen, Erfahrungen und Aktionsideen besprochen, die sich gegen die (österreichische) Abschiebepraxis wenden. Vorstellungen zu konkreter antirassistischer Praxis und Möglichkeiten eines solidarischen Miteinanders sollen gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Wo beginnt das Verhindern einer Abschiebung? Was gilt es zu beachten? Solidarität muss praktisch werden- Widerstand ist möglich! Der Workshop richtet sich an alle, die gegen Abschiebungen aktiv werden wollen. Kein Vorwissen notwendig. 
stop deportations vienna ist eine Gruppe, die gegen Abschiebungen und für das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle aktiv ist. stopdeportationsvienna.noblogs.org