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Ringvorlesung: Von der Utopie in die Katastrophe: Wien 1918 – 1938

  • Zeit: Montag, 01.10. bis 21.01., wöchentlich, 15:00-16:30 Uhr,
  • Ort: Hörsaal 50, Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 8

 

Anfang des 20. Jahrhunderts herrschte in Europa Aufbruchsstimmung. Auch in Österreich bildete sich eine Rätebewegung und bei der ersten Wahl zu den Arbeiterräten schritten eine halbe Million Menschen in Wien zu den Urnen. Damit wurden bisher unterdrückte Bevölkerungsgruppen mit einem Schlag zu den Akteur*innen ihres eigenen Schicksals. Während in Russland die Revolution gewagt und sie in Deutschland niedergeschlagen wurde, wagte Österreich ein einzigartiges Experiment: Wien sollte zur Modellstadt der internationalen Arbeiter*innenbewegung werden. Die Einrichtungen des „Roten Wiens“ erstreckten sich über alle Teile des Lebens. Von der Wiege bis zur Bahre wurde versucht, eine neue, bessere Welt aufzubauen. Doch die immer stärker werdenden faschistischen Bewegungen rissen in Folge der Auseinandersetzungen die Macht an sich.

Die Ringvorlesung „Wien 1918-1938: Von der Utopie einer besseren Gesellschaft in die zivilisatorische Katastrophe“ widmet sich in drei Blöcken dem Projekt des „Roten Wiens“. Im ersten Block werden die Anfänge der Rätebewegung beleuchtet, während sich im zweiten Teil alles um das „Rote Wien“ dreht. Der dritte Block widmet sich schließlich der Frage, wie der Faschismus den Traum des „Neuen Wiens“ zerreißen konnte.

 

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